Chaperon, Nicolaus; Maler und Kupferstecher

Chaperon, Nicolaus; Maler und Kupferstecher , eb. zu Chateau- neuf 1506 oder 1509, lernte bei Simon Vouet die Malerei, verließ aber diese Kunst und widmete sich dem Kupferstechen. Er hielt sich lange Zeit in Rom auf und radirte dort 1638 die Logengemälde Rafael’s, welche unter dem Namen der „Raphael’s Loggi“ bekannt sind. Diese Folge besteht aus 52 Bl., welche, wenn sie auch die hohe Wahrheit des Ausdruckes und die Reinheit der Zeichnung der Originale nicht ganz erreichen, doch schätzbar sind. Füssly (raisonnir. Verz. I. 175) scheint von diese Reihe eine zweite Ausgabe von 1649 in 54 Blättern zu kennen, und zieht diese den ähnlichen Werken des Badalocchio, P. Aquila vor. Er spen-

Von dieser Sammlung grösseres Lob, als Huber, räumt, die Wahr-
heit im Ausdruck der Charaktere und die im grossen Styl ausge-
führte Zeichnung. Chaperons Sammlung war bisher auch die ge-
nügendste nach diesen genialen Loggengemälden, und sie wurde
nur in neuester Zeit durch Meulemeester’s Werk übertroffen.
Nach seiner Rückkehr von Rom liess sich Chaperon zu Paris
nieder, wo er noch verschiedene Blätter mit geistreicher Nadel ra-
dirte. Seine Werke sind mit N. C. F. oder N. CH. bezeichnet,
und der geistreichen und sicheren Behandlung wegen aller Beach-
tung würdig.
Ausser der Bibel gehören noch zu seinen besten Werken:
Maria, welche dem Jesuskinde die Brust reicht, ein Stück nach
eigener Erfindung, aber mit Titians Namen; kl. fol.
Das Bacchanal, wo Silen auf dem Bocke reitet, fol.
Ein anderes mit einem Satyr, der eine Ziege hält, an der ein
Kind saugt, 1630, fol.
Die Vereinigung des Bacchus mit der Venus, 1630, kl. fol.
Heinrich IV., unten eine Schlacht, nach Freminet, fol. Selten,
Das Portrait dieses Königs in einem Rahmen, und unten als
Basrelief behandelt, wie Du Chatel den Fürsten verwundet.
Gesucht und sehr selten ohne Namen, fol.
Das Bildniss des Künstlers befindet sich auf dem Titelkupfer der
Bibel, am Fusse der Büste Rafael’s.

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