Champmartin, Portrait- und Historienmaler zu Paris

Champmartin, Portrait- und Historienmaler zu Paris , der einen bedeutenden Ruf genießt. Er bildete sich in seiner Vaterstadt zu Künstler , u.m. begab sich dann auf Reisen, um andere be- rühmte Werke zu sehen und zu studieren. Allein er befolgte eine verlehrte Richtung, die ihm zwar Ruhm erwarb, den er aber nicht in hohem Grade verdient, als er ihm in seinem Vaterlande zu Theil wurde. Die Sucht, etwas Neues hervorzubringen, brachte ihn auf Abwege; er malt sehr viel, sehr geschminkt und flach, und viele seiner Werke sind leblos. Den tüchtigen Praktiker erkennt man herzuerst.

Im Jahre 1824 brachte er seinen Kindermord zur Ausstellung, der das Ansehen einer Frescomalerei hat. Ein grässliches Bild ist seine Ermordung der Janitscharen, wozu er in Constantinopel zur Zeit jener Katastrophe den Entwurf machte. Dieses Werk ist in einer ausschweifenden Manier gemalt. Andere Bilder, die Beifall fanden, sind: Der Martyrtod des hl. Se- bastians in der Capelle des Hospizes zu Vigan; die Kreuzabnahme; die Communion der hl. Magdalena; die Flucht in Ägypten . Seine religiösen Darstellungen sind noch die besseren.

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