Chalon, Jan

Chalon, Jan, geb. zu Amsterdam 1738, ein geschickter Tonkünst- ler und in den Wissenschaften erfahrener Mann. Er umfasste auch die bildende Kunst mit Liebe, studirte mit Eifer nach guten Gemälden, Zeichnungen und Kupferstichen und fand sich beson- ders von Rembrandt's Werken angezogen. Diesem Studium ver- dankt man eine Anzahl von Köpfen, welche Jan fertigte, ohne eine andere Anleitung, als die, welche ihm sein Kunstsinn gewährte. Er brachte gegen 100 Stücke in Kupfer und wollte sie endlich auch auf Zureden vieler englischer Liebhaber — denn in England hielt sich Chalon auf — bekannt machen. Dieses Unternehmen ver- hinderte der Tod, der seinem Streben ein Ziel setzte. In der letzten Zeit beschäftigte ihn der lesende Mann nach Rem- brandt und sein eigenes und das Portrait seines Vaters, Heinrich Chalon, der ebenfalls ein berühmter Tonkünstler war.

Sein Schwiegersohn, der Kupferstecher C. Josi, der sich eben- falls geraume Zeit in London aufhielt, brachte Chalon’s Aetzwerk in Ordnung und gab es heraus. Im Jahre 1800 wurde ein Exem- plar, dessen er 150 abdrucken ließ, um 1509 fl. verkauft. Sämmt- liche Blätter des Künstlers belaufen sich auf 510, auf ostindisches Papier abgedruckt. Dieses Werk ist kostbar wegen der Seltenheit und Schönheit desselben, und besonders auch wegen der vielen Veränderungen der Abdrücke. Die Zeichnungen, nach welchen die Kupfer gefertigt wurden, besitzt fast alle der Kupferstecher.

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