Cespeda, Pablo. — Chabry

Cespeda, Pablo. — Chabry, Marc. 481

den Saal des Capitels zu Sevilla malte er acht allegorische Vorstel- lungen, und auch in verschiedenen anderen Städten Andalusiens sind Bilder von ihm. Mehrere findet man auch zu Madrid und im Alcazar. Man bewundert in den Werken dieses Künstlers die Ele- ganz und Grossartigkeit der Zeichnung, die Kenntniss in der Ana- tomie, die Kühnheit in den Verkürzungen, den glücklichen Effekt des Heildunkels, das brillante Colorit, die Wahrheit des Ausdrucks und vor Allem das Talent zur Composition. Er folgte der Art der Grossen Meister seiner Zeit, indem er Cartons in der Grösse der Gemälde machte. Seine Zeichnungen sind gewöhnlich in schwarz- er und rother Kreide ausgeführt.

Pacheco setzt ihn unter die ersten Coloristen Spaniens, und sagt, dass ihm Andalusien die Kenntniss des Helldunkels verdanke. Fons behauptet, Cespedes wäre einer der grössten Maler der Welt ge- worden, wenn er mit Rafael in Freundschaft gestanden wäre, wie mit Zucchero. Einer der gelehrtesten Künstler war er sicher. Wir besitzen von ihm eine Vergleichung der alten Malerei und Sculp- tur, eine Abhandlung über die Alterthümer der Cathedrale von Cordova, einen Traktat über die Perspektive , eine Abhandlung über den Tempel Salomons und einen Brief über die verschiedenen Arten der Malerei . Die drei letzteren sind in Cean Bermudez Dic- cionario de los mas illustres profesores etc., mitgetheilt.

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