Cesio, oder Cesius

Cesio, oder Cesius, Carlo, Maler und Kupferstecher , ein merkwürdiger Schüler des Peter von Cortona, geb. zu Antrodoco im Kirchenstaate 1626, gest. zu Rieti 1686. Er malte zu Rom mehrere schöne Werke in Öl und Fresco für Kirchen und Cardinäle, deren Schützling er war, ist aber doch mehr als Kupferstecher bekannt.
Er radirte in einem malerischen Geschmacke nach den großen Meistern seiner Zeit eine ziemliche Anzahl Blätter, denen nur mehr Lieblichkeit der Ausführung und mehr Feinheit des Ausdruckes zuwünschen wäre. Zu seinen vorzüglichsten Arbeiten dieser Gattung gehören:

Die Gallerie im Palaste Farnese, nach Annib. Carracci, 41 Bl. mit dem Titel: Galeria nel palazzo Farnese etc. dipinta da A. Carracci, intagliata da Carlo Cesio.

Die Gallerie Pamfili, die Geschichte des Aeneas vorstellend, nach P. da Cortona, 106 Bl. mit dem Titel: Die ersten Abdrücke sind vor den Nummern und der Dedication, ohne Rossi’s Adresse.

Die Gemälde der Capelle der Buongiovanni in S. Agostino zu Rom, nach Lanfranco, die auf 8 Bl. das Leben des heil. Augustin vorstellen.

Der heil. Andreas zum Tode geführt, nach Guido’s berühmtem Gemälde. H. 11 Z., Br. 16 Z.

Das Cananäische Weib, nach A. Carracci. H. 11 Z. 6 L., Br. Z. 2 L.

Die Aufnahme der heil. Jungfrau, oder vielmehr ihr Einzug in den Himmel, 8 Bl. nach Lanfranco’s Gemälden in S. Andrea della Valle in Rom. H. 20 Z. 6 L., Br. 10 Z. 6 L.

Die Engel, von Guido Reni in einer Loge des Palastes Mazarin auf dem Quirinal in Fresco gemalt, 10 Bl. mit dem Titel: Angeli dipinti a fresco da Guido Reni nella loggia contigua al giardino del duca Mazarino etc. Bartsch XXL. 104–118 beschreibt 90 Bl. von Cesio.

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