Cerbara, Nicolaus, Medailleur zu Rom und Professor der Stem- pelschneidekunst, ein Künstler, der einen bedeutenden Ruf geniesst, und dem das Verdienst bleibt, durch Voigt's Einfluss die römische Münze gefälliger und kunstgerechter begründet zu haben, obgleich die römische Gravurkunst durch hinter dem höheren Streben zurück
blieb. Von diesem Künstler ist die Medaille auf den Cardinal Gonsalvi, in großem Formate. Diese Medaille unterscheidet sich von der gleichen des Girumetti durch einen Cippus, während die des letzteren bloße Schrift hat. Von N. Cerbara ist auch die Denkmünze auf den Präfekten Aloisio del Drago 1829, die des Generalschatzmeisters Mario Mattei, und jene auf den Cardinal- Cimmerling Gelcefi. Im Jahre 1830 schnitt er den Stempel zu dem 30 Bajocstück mit dem gelungenen Bildnisse Pius VIII. und dem heil. Exuperantius mit Sta, Speranza, Stellung, Haltung und Fal- tenwurf lässt hier nichts zu wünschen übrig. Auch die Sedes- vacanz-Münzen dieses Künstlers und die Thaler Gregor’s XVI. sind gut und fleissig gearbeitet.
Cerceau, J.-Androuet. S. Androuet. Cerdo, Vitruvius. S. Lucius Vitruvius. Cergetti, Joseph, ein geschickter Historien- und Portraitmaler in Chrudim, wo er 1722 geboren wurde. Als der Sohn eines ver- möglichen k. k. Richters sollte er sich den Wissenschaften widmen, allein er zog die Kunst vor, fand aber nach dem Tode seines Va- ters, ja er sich gezwungen sah, das Gut und Vermögen desselben zu verwalten, nicht mehr Gelegenheit, im Auslande nach classi- schen Mustern sich zu bilden. Sein erster Lehrer in der Vaterstadt war ein gewisser Herrmann, den Cergetti jedoch bald übertraf, und später waren es Gemälde guter Meister, Abgüsse von Antiken, deren Ankauf ihm sein Vermögen gestattete, nach welchen er sich zum geschickten Künstler bildete. Er verfertigte viele Kirchenge- mälde und auch im Portraite erwarb er sich Beifall. Mehrere sei- ner Werke findet man noch in Böhmen. Einige verzeichnet Dlabacz in seinem böhmischen Künstler-Lexicon, und darunter nennt er ein Salvatorbild, das der Schriftsteller selbst besass, als Cer- getti’s bestes Stück. Dieser Künstler starb 1700, fast im Elende.
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