Celesti, Andrea Ritter, Maler zu Venedig , geb. , gest. 1706. Dieser Künstler war Ponzoni's Schüler, aber nicht sein Nachahmer, ein hebräischer Maler, fruchtbar an schönen Gebilden. Er ist großartig in der Zeichnung und anmutig in den Gesichtern, und die Kleidung seiner Figuren erinnert zuweilen an Paul Veronese. Auch seine Grüße und die Lüfte sind angenehm. Dabei ist sein Colorit wahr, fröhlich und süß, doch haben wenige Bilder ihre ursprüngliche Schönheit behalten, woran nach Lanzi II. 216 die Sucht nach Helligkeit, das unter anderen Eigenheiten seines Stils so lockend ist, oder vielmehr der fehlerhafte Farbauftrag, Schuld ist. Besonders sind aus seinen Gemälden die Halbschatten verschwunden. Immerhin findet man aber einen kräftigen Pinsel , in dessen Führung Celesti Wenigen nachsteht. Er malte für Kirchen Altarbilder und Geschich- ten, und für Privaten weltliche Historien und Genrestücke. Keines seiner besten Werke ist eine Geschichte des alten Testamentes im Stadthause zu Venedig; auch sein Tamerlan und Bajazet in der k. Gallerie zu Berlin ist eines seiner vorzüglichsten Produkte. Die Akademien zu Dresden und Petersburg besitzen ebenfalls Werke von ihm. Die k. Gallerie zu München bewahrt das Bild der Jeza- bel, die von Hunden aufgefressen wird, und die Magdalena vor den Füssen des Heilandes im Hause des Pharisäers.
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