Caxes, Caxesi

Caxes, Caxesi, oder vielmehr Caxete, Patrizio, ein Maler aus Arczzo, trieb die Malerei zu Rom und kam 1567 nach Spa- nien, um mit Romulo Cincinnato in der Gallerie der Königin und im Pardo zu malen, wo er die Geschichte Josephs darstellte. Er diente Philipp II. und III. durch einen Zeitraum von 24 Jahren, und starb 1612 zu Madrid, wie Fiorillo versichert, nach Andern aber fand er erst 1625 seinen Tod. Seine ausgezeichnetsten Schüler wa- ren sein Sohn Eugenio und Lanchares, die beide den Meister über- trafen. Im Jahre 1503 erschien seine spanische Übersetzung des Vignola,

08188, Eugenio , geb. zu Madrid , gest. . Er lernte die Malerei von seinem Vater Patrizio, und brachte es hierin, mit Ta- lenten begabt, zu einer bedeutenden Höhe, so dass man ihn einen der besten spanischen Maler nennen kann. Er arbeitete mit sei- nem Vater im Pardo, und schmückte hier den Audienzsaal des Kö- nigs mit Stuccaturen und herrlichen Frescomalereien, welche das Urtheil Salomon’s, einige Figuren der Tugenden und in den Halb-

: bogen reizende Landschaften enthalten. Im Jahre 1612 ernannte ihn der König zu seinem Maler, und 1615 malte er mit V. Cardu- cho in der Capelle der heil. Jungfrau del Sagramento, in der Ca- thedrale zu Toledo , und mit ebendemselben verschiedene Werke zu Guadelupe. Endlich verdient auch von ihm die Geschichte Aga- memnons, im Alcazar zu Madrid; eine heil. Familie bei den Reco- Jetos ebendaselbst; eine Geburt des Heilandes in der Dreieinigkeits- Kirche, und Jesus, Maria und Joseph in der Kirche des heil. Do- minicus genannt zu werden. Auch seine Zeichnungen mit der Fe- der und in schwarzer Kreide sind sehr geschätzt.

Eugenio bildete einige vortreffliche Schüler, worunter L. Fernan- dez, Juan de Arnau und Pedro de Valpuesta die bedeutendsten sind. Fiorillo IV. 125. Quilliet,

Qayart, Ludwig, Baumeister und Ingenieur, ein Franzose von Ge- burt, bildete sich unter dem Marschall Vauban, und kam 1692 als Ingenieur in brandenburgische Dienste, wo er bis zum Grade ei- nes Obersten stieg. Er gab bei verschiedenen Festungen Verbesse- rungen an und baute von 1701 —1705 die französische Kirche auf der Friedrichsstadt, und zwar, auf Verlangen der Gemeinde, nach dem Modelle der Kirche zu Charenton.

Das Todesjahr dieses Künstlers ist unbekannt.

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