Cavallerus, Giovani Battista de

Cavallerus, Giovani Battista de, auch Brixianus und Tridentinus genannt, Kupferstecher , geb. zu Lagherino 1525, arbei- tete zu Rom von 1550—1560.

Sein Styl hat mit dem des Aenecas Vicus viel Ähnlichkeit, er ist trocken und oft ohne Geschmack und Wirkung. Dabei ist d

Zeichnung, besonders in den Extremitäten, sehr fehlerhaft, und Licht und Schatten unharmonisch verteilt, und doch sind die Werke dieses Künstlers gesucht, weil er Manches nach großen Meistern stach und mit viellem Fleisse ihre Composition darzustel- len wusste. Vieles copirte er auch nach andern geschickten Stechern. Cavallerini war ein sehr fleissiger Künstler; nach Marolles Angabe beläuft sich die Anzahl seiner Blätter auf 327. Die vorzüglichsten sind:

Die Bildnisse der Päpste zu dem Werke: Vite de’ Pontefici, 1588. 4

Antiq. statuarum urbis Romae liber etc., 52 in 4.

Altiss. statuarum urbis Romae libri duo. (Romae) s. l. et a. 100 in 4.

Eine grosse Anzahl Blätter in dem Buche: Beati Apollinaris, primi Ravennatum Episcopi res gestae, Romae 1586.

Die römischen Ruinen, nach J. A. Dossius. 30 Bl. 1579.

Jesus unter den Schriftgelehrten, eine grosse Composition, wahr- scheinlich von ihm selbst. 1508. gr. qu. fol.

Das Abendmahl, nach seiner eigenen Erfindung, in gleicher Größe.

Das Jubiläum von 1585 mit der alten Peterskirche zu Rom. Auf diesem Blatte nennt sich der Künstler: Tridentinus. (fol.)

Das Stillschweigen (Maria mit dem schlafenden Kinde, Joseph und Johannes) nach Michelangelo. gr. fol.

Die Bekehrung des hl. Paulus, nach M. Angelo’s Gemälde in der Paulina; gr. qu. fol.

Die Marter des hl. Petrus, nach demselben und aus derselben Capelle; gr. fol.

St. Paul, welcher einige Stufen herabsteigt, mit Michelangelo’s Namen; bezeichnet. Hier nennt sich der Stecher Brixianus.

gr. fol.

Der Ausgang aus der Arche, nach Rafael. gr. qu. fol. Dieses Blatt ist durch ungeschickte Hand verdorben, und von dem des Bonasone verschieden.

Moses zeigt dem Volke die Gesetztafeln; qu. fol.

Das Wunder mit den Broden, beide nach Rafael, letzteres in zwei Platten; gr. qu. Format.

Schlacht Constantins, nach Rafael, 1560; qu. fol.

Der Heiland erscheint dem Petrus vor dem römischen Thore, nach demselben, 1500; qu. fol.

Der Kindermord, nach B. Bandinelli; sehr groß in qu. Format, (Auch von Marc. de Ravenna gestochen.)

Susanna im Bade, nach Titian, 1586; fol.

Johannes predigt in der Wüste, nach A. del Sarto; fol.

Die Abnehmung vom Kreuze nach D. de Volterra, ohne Namen; gr. fol. (Auch von Dorigny gestochen.)

Maria mit dem Kinde im Himmel, nach L. Agresti; gr. fol.

Eine Kreuzaufrichtung, nach demselben; gr. fol. Huber III. 203 u. a.

Ein Kupferstecher Dionysius Cavallerini, den Gandellini irrig Peter de Cavaliere nennt, arbeitete nach Vanni u. a.

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