Cauvet, Gilles Paul

Cauvet, Gilles Paul, Architekt und Bildhauer , geb. zu Aix 1731, gest. zu Paris 1788. Er war zur Jurisprudenz bestimmt, fand sich aber von Natur zu den schönen Künsten, besonders zur Ornamentik und Architektur gezogen. In Paris , wo er sich bald hervortat, wurde er Bildhauer des Monsieur, Bruder des Königs. Man kann ihn als den ersten französischen Künstler betrachten, der die gewöhnliche Verzierungsweise der Zimmer, la rocaille genannt, außer Cours brachte, und an die Stelle der manierierten Formen, Ornamente von reinem, edlem Geschmacke, nach Art der Antike, anwendete.

Es finden sich noch einige Werke von diesem Künstler in der Gallerie des Hotels Mazarin, welches später in das Ministerium der Polizei umgewandelt wurde. Vier Tische, die er für die Königin Maria Antoinette fertigte, sah man einige Zeit als Seltenheit im Musée Napoleon, später aber kamen sie nach St. Cloud .

In den Cabineten der Liebhaber findet man auch Zeichnungen von diesem Künstler, welche Friese, Arabesken, Portale, Vasen , Fontainen u. s. w. vorstellen.

Man hat von ihm auch einen schätzbaren Recueil d’ornements à l’usage des jeunes artistes qui se destinent à la décoration des bâtis- ments, dédié à Monsieur, mit Kupfern von verschiedenen Künstlern.

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