Castello, Valerio, Bernard’s Sohn, eines der größten Talente der ligurischen Schule, Geschichts- und Schlachtenmaler zu Genua , wo er 1625 geboren wurde, und 1650, oder, wie Ratti: an 113& schon starb. Er lernte bei Fiasella und übertraf schon als junger Schüler die Altgesellen; folgte aber in seiner Manier weder dem Meister, noch seinem Vater, sondern wählte sich andere Vorbilder, wie die Procacemi und Correggio, und bildete sich aus ihrem Stil und einer ihm eigenen Anmut eine Behandlungsart, die man einzig und ganz seine nennen kann. Er ist zwar nicht immer korrekt, aber diesen Fehler wiegt die überlegte Zusammenstellung, das liebliche Colorit, das gute Hell-Dunkel und die Munterheit und Leichtigkeit des Ausdruckes, die seinem Pinsel immer innewohnen, völlig auf. Er ist ein tüchtiger Wandmaler , und gefällt selbst nachher; er ist sogar oft großartiger, wie in S. Marta. Zu den Fresken brauchte er zuweilen den G. Muria Mariani, von Ascoli.
Nicht minder gut ist er als Ölmaler. Im Betsaal S. Jacopo übertrifft die Taufe dieses Heiligen die besten dort mitwirkenden Zeit- genossen. Er arbeitete auch für Sammlungen , und in der königl. Gallerie zu Florenz wird sein Sabinnerraub sehr geschätzt, der größte im Palaste Brignole vorkommt. Die Cabinets-Bilder dieses Künstlers sind an mehreren Orten zerstreut. Die Eremitage zu St. Petersburg hat 5 schöne Bilder von diesem Meister. Lanzi III 273. Fiorillo II. 908. u. a.
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