Caspar, J. Maler und Kupferstecher zu Berlin

Caspar, J. Maler und Kupferstecher zu Berlin, ein Künstler , den

wir zu den besten unserer Zeit zählen dürfen. Er studierte auf der königl. Akademie zu Berlin und ging dann nach Rom , um durch das Studium nach den klassischen Mustern des Alterthumes und der neuern Zeit seine Bildung zu vollenden. In Mailand , wo er einige Jahre verweilte, widmete er sich unter Longhi’s und Ander- loni’s Leitung der Kupferstecherkunst, und lieferte auch in dieser Stadt mehrere Platten, die eine besondere Beachtung verdienen. Das erste Blatt, mit welchem er vor das Publikum trat, stellt die knieende heil. Catharina nach Rafael vor, ein Blatt in kl. fol., das den Künstler auch als Zeichner vortheilhaft bekannt machte. Meh- rere schöne Blätter von diesem Künstler sind in dem vom königl. preussischen Ministerium veranlassten trefflichen Werke: Vorbilder für Fabrikanten und Handwerker , die zu Berlin von 1821 — 1830 herauskamen.

Caspar stach auch die neun Musen am Plafond des neuen Schau- spielhauses, nach W. Wach’s Gemälden. Die Zahl der Blätter be- trägt sich auf neun, in kl. fol., die im Pränumerationspreise 5 Thlr. 20 gr. kosteten.

Arbeiten von seiner Hand sind auch in den Abbildungen der vorzüglichsten Werke von Ch. Rauch; neben andern das wohlge- lungene Portrait dieses berühmten Bildhauers und das Denkmal der Königin Louise.

Andere treffliche Werke dieses Künstlers sind ferner:

Maria mit dem Kinde, nach dem Originalgemälde von Rafael im Museum des Königs von Preussen, vormals im Hause Colonna., Gestochen für die Mitglieder des Vereins der Kunstfreunde im preussischen Staate, 1830. fol. (2 Thlr. 16 gr.)

Die Tochter Titian’s, nach einem der ersten Bilder Titian’s im k. Museum zu Berlin, nach Eichen’s Zeichnung, 124 Z. hoch und 04 Z. breit,

Der auf einem Panther ruhende Bacchant, nach Müller’s Bronze- guss trefflich radirt, 1834.

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