Cartarino, Marco

Cartarino, Marco, ein Kupferstecher , dessen Gandellini erwähnt. Er lebte um zu Rom und stach da verschiedene Brunnen, wie jener Schriftsteller bemerkt.

Dieser Cartarino könnte wohl mit Marius Kartarus eine Person seyn, wie schon Füssly glaubte. Bartsch erwähnt jedoch unter den Werken des Marius keiner Blätter mit Brunnen.

Cartarino oder Cartarus, Marius. S. Kartarus. Cartarini oder Cartarini, Christoph, ein italienischer Kupferste- cher, dessen abgekürzter Name C. Cart. von einigen Schriftstellern fälschlich auf Cournelius Cort gedeutet wurde. Seine Lebensverhält- nisse sind unbekannt, und Zani (Encyclopedia metodica P. II. T. V. p. 105) vermutet nur, dass dieser Künstler der Bruder oder der Vater des Marius Cartarus gewesen sei. Letzterer schreibt sich in- dessen gewöhnlich Kartarus, und daher rubriziert ihn Bartsch u. a. unter Lit., K.

Zani erwähnt von Cartarus eines Blattes, welches mit dem voll- ständigen Namen des Künstlers bezeichnet seyn soll, und die An- betung der Hirten vorstellt, eine Composition von vielen Figuren, unter welcher man liest: Bartolomeo Neroni detto Riccio da Siena Inuen. — Cristofano Cartari Inc. In der Mitte: Marius Cartarus EXC., Romae, H. 15 Z. 11 L., Br. 10 Z. 10 L.

Zwei andere Blätter mit dem abgekürzten Namen des Künstlers sind :

Die Himmelfahrt des Herrn, eine grosse Composition, mit einem Monogramme bezeichnet, welches man auf Hieronymus Mu- ziano deutet. Links liest man: C. Cart. fe. 1586 und am Rande: ASCENDISTI IN ALTUM, CEPISTI CAPTIVITATEM Etc. Ganz unten rechts: Columbus formis. H. 16 Z. 3 L., Br. 12 Z.

Die späteren Abdrücke haben noch die Worte Gaspar Albertus Successor.

St. Nicolaus wirft goldene Äpfel in das Haus eines Armen., Rechts liest man: C. Cart. fe. und links: Apud Horedes Claudii Du- chetti formis Romae 1587. H. 10 Z. 4 L., Br. 16 Z. 1 L.

Nach Zani P. 11. T. IX. P. 48 ist auch ein Blatt mit der Mater dolorosa mit dem Namen C. Cart. bezeichnet. H. 3 Z. 8 L., Br. 2 Z. 7 L.

Von diesem Künstler ist auch eine schöne Kopie nach Aug. Car- racci’s Blatt, welches den Gürtel des heil. Franz vorstellt. Die Kopie ist bezeichnet: C. Cart. fe. — Gul. Ru. formis. H. 19 Z.

Heinecke erwähnt noch eine heil. Familie, mit der Addresse: Ant. Caranzani formis 1585, doch zeigt dieser Schriftsteller nicht an, ob sich auch der Name des Stechers auf dem Blatte befinde.

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