Carracci, Agostino

Carracci, Agostino, Maler und Kupferstecher , Bruder Hannibal’s, wurde 1557 oder 1558 zu Bologna geboren, und starb 1601 oder wie andere angeben oder 1605. Er wurde von seinen Eltern zum Goldschmiede bestimmt, aber sein Vetter Ludwig flößte ihm eine solche Neigung zu den Künsten und Wissenschaften ein, dass er sich an Prospero Fontana und an Bartolomeo Passerotti anschloss, unter deren Leitung er nicht nur in der Kunst grosse Fortschritte machte, sondern auch eine edle Weltbildung erlangte. Er war in allen gelehrten Wissenschaften seiner Zeit bewandert, und erwarb sich als ausgezeichneter Mathematiker, Philosoph und Dichter Achtung.

Sein Bruder Annibale, welcher, ausschliesslich sich mit den bildenden Künsten beschäftigte, und nur in rohen Gesellschaften Veranlassungen fand, spottete auf so ungesittete Weise über Augustins Neigung zu den Wissenschaften und seine Neigung zu gebildeten Personen, dass er an sich selbst irre gemacht, einige Zeit die Malerei aufgab und zum Grabstecher griff. Mittlerweile fand Annibale harte Tadel und sah sich genötigt Bologna zu verlassen, um in Parma sein Glück zu versuchen. Während der Entfernung von Agostino erwachte, vielleicht im Gefühle des Unrechtes, die brüderliche Liebe, und sie versöhnten und vereinigten sich wieder. Auch rechneten Ludwig und Hannibal darauf, dass Agostino mit seiner Gewandtheit im Schreiben ihr Verteidiger werden sollte. Allein das gute Verhältnis dauerte nur kurze Zeit, denn als die Carthäuser zu Bologna seinem Bilde der Communion des heil. Hieronymus den Vorzug vor allen andern Bewerbungen gaben, erwachte Hannibal’s Neid heftiger als je, und die Trennung musste bei seinem rohen Betragen notwendig erfolgen. Später zog Hannibal den Bruder wieder nach Rom, um sich in der Farnesina seiner Beihülfe zu bedienen, und von Agostino und Agucchi sind auch sicher die Erfindungen der Gemälde dieser berühmten Gallerie. Agostino malte auch hier die Fabel von Cephalus und der Galathea, höchst anmuthige Bilder. Daher hiess es denn, der Kupferstecher habe sich in der Farnesina trefflicher, als Annibale, bewiesen, und nun konnte Agostino die Beleidigungen des Bruders nicht länger mehr ertragen. Er verließ Rom und wendete sich nach Parma; allein er fand auch dort an dem Bildhauer Moschino einen so heftigen Gegner, dass ihn der Gram verzehrte. Der Künstler fand in Parma auch seinen Tod, als er eben im Begriff war nach Genua zu reisen, wo ihm ein günstiges Ge- schick winkte.

Agostino, den viele als den besten Zeichner unter den Carracci erklären, übernahm in der von Ludwig errichteten Akademie den Unterricht. Er arbeitete einen Aufsatz über die Perspektive und Bau- kunst aus, und erklärte das Verhältnis der Knochen und Muskeln. Es wurden Zeichnungen gemacht, über ihren Werth entschieden und die würdigste gekrönt. Auch fremde Arbeiten wurden betrachtet und man stellte die eigenen aus. Jeder Schüler konnte diejenige Bahn betreten, die ihm gefiel, ja jeder wurde zu dem Stil

geleitet, wohin ihn die Natur trieb, weshalb so viele ureigene- thümliche Behandlungsweisen in einem und demselben Arbeitssaale sich entfalteten. Jedoch musste Vernunft, Natur und Nachahmung die Grundlage zu jeder bilden. Bei grossen Bedenklichkeiten wendete man sich an Ludovico.

Agostino malte wenig, und auch mit wenig poetischem Geiste, obgleich er Dichter war. Er ist zwar immer geistreich, aber es fehlt ihm so ziemlich das Feuer in hervorspringender Eigenartigkeit der Ausführung, wie denn seine letzten Werke, die Fresken im Palazzo del Giardino zu Parma, in der That sehr flau und flach dastehen.

Das Hauptwerk Agostino’s ist die Communion des heil. Hieronymus, die vor der Veräußerung nach Paris in einer der linken Seitenkapellen der Carthause zu Bologna zu sehen war.

Im Jahre 1820 fand Professor Boucheron einen lange unge- kannten Schatz im Schlosse von Castiglione, nämlich die gemalte Studie der Galathea, welche Augustin in der Galleria Farnese al fresco malte. Das Gemälde ist etwas breiter und höher als das Frescogemälde, und daher finden sich auf demselben einige Teile vollendet, für die die Wand nicht mehr Raum hatte.

Über den Gegenstand dieses Gemäldes herrschen verschiedene Meinungen. Nach Malvasias und Belloris Beschreibung der Ge- mälde des Farnesischen Palastes ward die Meinung allgemein, dass selbe die Fabel der Galathea vorstelle. Der gelehrte Erklärer der 1753 zu Rom von C. Cesio herausgegebenen Abbildungen der far- nesischen Gemälde behauptet, und wie es scheint nicht ohne Grund, dass das Gemälde eine Erscheinung der Venus auf dem Meere vor- stelle.

„S. Kunstblatt vom 20. April 1820 das Schreiben des St.

1COZZI.

In der Gallerie des Grafen von Thurn zu Wien sind ebenfalls zwei herrliche Farbenbilder und Skizzen zu den Schöpfungen in der Farnesina: die Galathea und Aurora, die auch den Augustin Carracci zum Urheber haben dürften.

In der Gallerie Esterhazy ist die Communion des hl. Hieronymus.

In der Eremitage zu St. Petersburg ist ein Bild von Agostino, das einen mit Statuen verzierten Saal vorstellt, in welchem ein Mann auf Befehl eines anderen auf dem Throne mit dem Bogen auf einen Menschen zielt. Aus Houghton Hall kam eine Madonna mit dem schlafenden Kinde im Arme nach Russland. Dieses Bild ist aber nicht in der Eremitage. In der Giustinianischen Sammlung zu Berlin ist der Zinsgroschen, ein Kniestück.

Zwei seiner Bilder kamen aus der Gallerie Orleans nach England: das Martyrium des Apostels Bartolomäus und Christus erscheint der Magdalena. Das erstere dieser Gemälde kaufte Hr. Willet; das zweite Lord William. Dieses sind vielleicht die einzigen Bilder, die sich von Augustin in England befinden, während die der übrigen Carracci hier zahlreich sind.

In der k. Pinakothek zu München ist die Stigmatisation des hl. Franz von seiner Hand.

Augustin Carracci macht einen wichtigen Abschnitt in der Ge- schichte der Kupferstecherei in Italien. Er war es unter seinen Landsleuten, der zuerst auf ein geregeltes Schraffiren hinarbeitete und die Technik des Stiches auszubilden strebte. Es vereinigten sich so viele Umstände, ihn zum Schöpfer einer Kunst zu machen, als selten zu Gunsten eines Mannes zusammenwirken. Die vielseitige Ausbildung seines Geistes sicherte ihn vor Fehlgriffen seiner Zeitgenossen, welche nach den manieristischsten Meistern anliebten.

stachen, und selbst mit dem Grabstichel den rohen Vortrag der ra- direnden Nadel nachahmten. Augustin hatte das Glück, in der Zeit der Verdorbenheit des Styls zu finden, welche zwar den aus Rafael’s Schule hervorgegangenen sich nicht gleichstellen konnten, allein doch noch eine Ahnung von innerer Grösse in der Zeichnung bewahrten. Prospero Fontana war, wie oben gesagt, sein Lehrer in der Malerei, und als Kupferstecher war es für ihn ein grosser Vortheil, dass er mit dem Graviren durch die Gold- schmiedskunst vertraut geworden, durch B. Passerotti aber in der Federzeichnung, welche genaue Schraffur erfordert, geübt war. Der Niederländer C. Cort machte ihn mit den Fortschritten der Kupferstecherkunst bekannt, welche diese jenseits der Alpen ge- macht hatte, und zu besonderem Vorteile gereichte ihm auch der Umstand, dass er bei dem Bildhauer Minganti im Modelliren ge- übt worden war. So lief er nicht Gefahr, die Form aus den Augen zu verlieren, indem er dem festen, gewandten und kunstreichen Stiche der Niederländer folgte; vielmehr fand er die richtige An- wendung auf Form, jene zur vollkommenen Technik ausgebildete Strichmethode und insofern steht er selbst über Golzius, dem er sich oft nähert, dass er stets die Technik des Stiches als Mittel behandelte, und nie als bloße Virtuosität an sich hervortreten liess, sondern sie den Zwecken der Kunst unterwarf. Er stach nicht, um sich als grosser Stecher zu zeigen, sondern als darstellender Künstler.

Augustin Carracci war in Bezug auf Italien wirklich als der Schöp- fer der neuen Stichmethode zu betrachten, da die Marc-Antonius- sche Schule ausschliesslich auf Form hinarbeitete, und die einfachste Linienverbindung hinreichte, farblose Zeichnungen und Skizzen nachzuahmen, die späteren Manieristen und die Maler hingegen in der wilden Arbeit des Radirens einen Ruhm suchten. Durch die Ausbildung des Schraffirens, ihrer Strichlagenverbindun- gen und durch die Uebung, die Striche selbst auf das mannigfaltigste nach den Erfordernissen des Gegenstandes, welcher gestochen werden soll, zu beugen und zu schwingen, erweiterte sich der Kreis der Wirksamkeit und Aufgaben für die Kupferstecherkunst.

Obwohl Augustin nicht völlig freizusprechen ist, dass auch er in der Wahl seiner Vorbilder oft dem Geschmacke seiner Zeit folgte, nach höchst manierierten Meistern stach und sittenlose Gegenstände wählte, so trifft dieser Tadel doch nur den kleinsten Teil dieser Arbeiten, und vielleicht trägt er nicht allein diese Schuld, indem unter seinem Namen viele Blätter in die Welt ausgegangen sind, welche von Anderen gestochen wurden. Auch muss man unter Carracci’s Werken selbst diejenigen, auf welche sein früherer Mei- ster der Kupferstecherkunst, Dom. Tibaldi, Einfluss hatte, von den späteren Arbeiten unterscheiden, welche in der niederländischen Stichmethode ausgeführt und mehr seine freie Wahl sind. Außer-

Augustin’s trefflichste Blätter sind nach Tintoretto, Correggio und seinen eigenen Erfindungen. Quandt Entwurf einer Gesch. der Kupfer- stecherkunst, S. 209 ff. ;

Zu den gesuchtesten Werken gehören: Die grosse Kreuzigung, nach Tintoretto, 1589. H. 18 Z. 6 L., mit dem Rande, Br. 44 Z.

Dieses aus 3 Platten bestehende Capitalblatt wurde bei St. Yves um 69, und bei Durand um 200 Fr. erstanden; in Deutschland galt es bei Versteigerungen 4, 6 und 10 Rthl.

Aeneas; und Anchises, nach Baroccio, 1505. H. 14 Z. 2 L., Br. 19 Z.

Dieses ist eines der berühmtesten Blätter Augustin’s, aus der Zeit seiner größten Stärke. St. Yves 82 Fr. van Stel 14 f 30 3,
Winkler 4 Rthl., 12. ‚T ‚“ Spekter 8 Rthl. 7 gr. . 70

Maria mit dem Kinde, von Magdalena und Hieronymus umgeben, nach Correggio, auch der Tag des Gomggs genannt.
1580. H. 17 Z., By. 42 Z. ma

Die ersten Abdrücke sind vor der Adresse des Rasc:coth. Frauenholz 5 A,

Die „Suchung des heil. Antonius, nach Tintoretto. 1582 E.

3 51 ersten Abdrucke sind selten. Manette 61 Fr. Frauenholz 3,
Hieronymus, dem die heil. Jungfrau in Wolken erscheint, nach demselben, 1388. H. 15 Z. 6 L., Br. 117

Dieses ist eines der vorzüglichsten Blätter des Meisters; Frauenholz 8 fl., in andern Auktionen 5 Thlr. und einige Groschen.

Der Leuchtenhang der heil. Katharina, nach Paul Veronese, 1582. H. 14 Z. 9 Z., Br. 10 Z.

„Ein sehr schönes Blatt, in späteren Abdrucken mit Prüfzeichnungen der Adresse, in den ersten mit jener Bertelli’s.

Bildnis des Cardinals Karl Borromäus; 1585. H. 18 Z. 11 L., Br. 12 Z. 8 L.

Der heil. Hieronymus mit dem Grumfin, nach Vanni. E a A

3 L. mit dem Rande, Br. 5 Z. 6 L.

Die Abdrücke vor den ‚lateinischen Versen‘ sind sol 4
Die „Vermählung der ‚heil. Katharina, nach Paul Veronese,“ 1582.
H. 18 Z. 7 L., Br. 12 Z. 01a w SI ama -

„Die späteren Abdrücke dieses sehr schönen Blatts haben je 1
Aglié 8 von Giacomo Franco. Auf deutschen Auktionen 1 — 3 Rthl.
ittan Vecellus, 1587. H. 11 Z. 7 L., Br. 8 Z. ZuL4 .

„Die ersten Abdrücke haben phben im ‚Plattenrande‘ keine Inschrift,
diese sind sehr selten. Frauenholz 0, Spekter 7 Rthl. dıgr.
inkler 3 Rthl.

St. Franz in Entzückung über die ‘Himmelsphare Harmonie,‘ nach
F. Vanni, 1505. H. 11 Z. 12 Z. m Rande, C. 710 In

Dieses ist eines der ärofzugänchsten Blätter A. Augustin’s, in der
Zeit seiner höchsten Kraft gefertigt, nach einem „herrlichen“
Antonius’s

„Die „Suchung des heil. Franziscus,“ 1586. H. 17 Z. 13 Z.,
L. 1 8

Die ersten Abdrücke haben die Adresse von P. Tintoretto.
In späteren: sehr schön, die von L. Rodolfo, 1649.

Der „Gurtenhang der heil. Katharina,“ 1586. H. 19 Z. 8 L., Br.
if

„Eines der schönsten Blätter Augustin’s und gut kopiert von C. Caraccio. Selten.

Die Marter der heil. Justina, nach Paul Veronese, 1589. Doppelblatt in zwei Platten. M. 55 Z. 5 L., Br. 21 Z. 0 L.

Wurde oft zu 6 Rthl. erzielt. Alte Drucke sind mit der
„Adresse J. Franco’s.

Die „Abbildung des Gomggs,“ nach quai, 1579. H. 40 Z. 9 L.,
T’

Die ersten Abdrücke haben die Dedikation von P. Tintoretto.
Die späteren: von M. Tonini. Brandes 4 Rthl. Winkler 3 Rthl.

Der Schmerzensmann, nach Correggio, 1587. H. 16 Z. 8 L. mit
dem Rande, Br. 8 Z. 1.

Galt für 60 bis 80 Fr. Bot W. Bogen, in C. Augustin’s
für 3 R. 12 gr. ausgeboten.

Das berühmte Originalgemälde ex aedibus Praetorum zu Parma besassen der Herzog von Alba, König Murat, Fürst Metterich, und jetzt ist es im Besitze des Marquis Londonderry.

Venus und Amor in einer Laudschaft. H.7 2Z.8L., Br.5Z.3L. — Dieses seltene Blatt, mit der Unterschrift: sine Cerere: et 'Baccho frizel Venus, gehört sicher, der Erfindung und dem Stiche nach, unserm Künstler an; auch ist es eines seiner schönsten.

Amor bezähmt den Pan in Gegenwart zweier Nymphen, 1599.

4Z. 8 L., Br. 0 Z. 10 L.

Man findet kaum: ein Blatt, das Augustin mit größerer Genauigkeit gestochen hätte, als dieses. Erfindung, Zeichnung und Stich sind gleich schön.

L’Icergurf tEld die Grazien, nach Tintoret. H. 7 Z. 4 L., Br.

0Z. 4L.

Dieses Blatt gehört mit dem folgenden zu den schönsten Erzeugnissen des Künstlers.

Minerva beschützt den Frieden und den Überfluss, und weiset demz Mags zurück, nach demselben Meister. H. 7 Z., Br. 0 Z.3L.

Die ersten Abdrücke sind bezeichnet, links: Jacobus Tintoretus pinxit, rechts: 1580. In den zweiten steht an der Stelle der Jahrzahl: A. C. und unten eine Inschrift.

Das Porträt des Carolus Borromäus in einem Ovale, mit allegorischen Figuren. H. 15 Z. 0 L., Br. 12 Z. 8 L.

Dieses Bildnis liess der Maler F. Terzo stechen, und widmete es dem Herzoge Karl Emanuel von Savoyen. Den Namen Augustins trägt es nicht, aber es gehört ihm nach Barisch sicher an, so wie es auch unter die schönsten Blätter dieses Künstlers zu zählen ist.

Papst Innocenz IX., 1571. H.9 Z.6L., Br.7Z.4L.

Dieses Blatt ist sehr selten und aus der besten Zeit des Künstlers. Nach Malvasia wurde es 1605 in jenes von Paul V. verändert.

Noch erwähnen wir, theils wegen ihrer Trefflichkeit und Seltenheit, theils wegen der Verschiedenheit der Abdrücke:

Adam und Eva, welche dem Manne die verbotene Frucht reicht.

H. 17 Z. 10 L., Br. 13 Z.

Dieses seltene Blatt dürfte zu den ersteren Werken des Künstlers ehören, die er einige Jahre vor 1581 fertigte, obgleich auf dem Blatte diese Jahrzahl steht. Ebenso dürfte es sich nach Bartsch auch mit dem folgenden Blatte verhalten.

Der junge Tobias mit dem Engel auf der Reise. Raphael Regien. In. Aug.® Car. fec, 1581. H. 14 Z. 7 L., Br. 10 Z. 6 L.

In den zweiten Abdrücken ist das Wort Regien in Vrbin. verändert, und beigesetzt: Franco Forma.

Judith mit dem Haupte des Holofernes, nach L. Sabbatini. H. 11 Z.5L., Br. 3 Z. 6 L.

Dieses sehr seltene Blatt ist ebenfalls aus des Meisters erster Zeit.

Die Darstellung des 84. Psalm Davids. HORATH SAMACHINI

  • "IN. A. F. 1580. Am Rande ist die Inschrift: MISERICORDIA ET VERITAS OBVIAVERUNT SIBI JUSTICIA ET PAX OS- ü CULATAE SUNT. H.10 Z., Br. 7 Z. 10 L.

Die ersten Abdrücke haben die Jahrzahl 1579 und die Buchstaben ‚iA. F., aber es fehlt der Name Samachini der zweiten Drucke.

Die sehr trügliche Kopie ist ohne Jahr und ohne die bezeichneten Initialen.

Der Prophet Jonas. H. 6 Z., Br. 6 Z. 4 L.

Dieses Blatt schreibt man gewöhnlich dem Augustin zu, aber es ist von L. Ciamberlano gestochen.

„Die Verkündigung.“ H. 16 Z. 3 L., Br. 12 Z.; Die ersten Abdrücke sind ohne Namen, die zweiten sind bezeichnet: Augustino Cremuna fe.

Man kennt auch eine Wiederholung dieses Gegenstandes mit der wesentlichen Veränderung, dass man hier den heil. Geist in Gestalt einer Taube sieht, während im früheren Blatte an dessen Stelle das Jesuskind ist. H. 16 Z., Br. 11 Z. 9 L.

Man kann nicht bestimmen, ob Augustin diese Wiederholung selbst gestochen habe, oder ob sie von einem Anderen herrühre.

Die Ankunft der Könige, nach H. Samachini. H. 15 Z., Br. 10 Z. L.; Dieses Blatt glaubt Bartsch „eher dem P. Thomassin, als dem Au- gustin beilegen zu müssen; die Zeichnung ist schwach.

Die Darstellung im Tempel. H. 15 Z. 10 L., Br. 12 Z. Wenn dieses Blatt unserem Künstler angehört, so ist es aus des- sen früherer Zeit.

Die Ruhe in Ägypten, nach Carracci’s eigener Erfindung. H. 10 Z., Br. 8 Z. Dieses Blatt ist sehr selten und aus des Künstlers erster Zeit. Die späteren Abdrücke sind bezeichnet: In Venetia a Sta. Fosca.

Dieselbe Darstellung, BERNARDUS PASSARUS IN. H. 10 Z., Br. 7 Z. 4 L. — Copie nach C. Cort.;

Die Taufe Christi, nach P. Aquilano, mit A. C. bezeichnet. H. 7 Z., Br. 5 Z. 3 L.

Bartsch erkennt hierin Augustins Werk, Mariette aber nicht.

Die Taufe Christi, nach Annib. Carracci. H. 14 Z. 6 L., Br. 10 Z. 6 L.?

Aus der ersten Manier des Künstlers und sehr selten.

Die Geisslung Christi. H. 16 Z. 2 L., Br. 12 Z.

Die ersten, sehr seltenen Abdrücke, sind vor der Schrift: CON- GREGATA SUNT SUPER ME FLAGELLA, TREN. XXMIL

Die sehr täuschende Copie eines Ungenaunten erkennt man da- ran, dass die Säulen nicht mit Rosetten verziert sind, wie dieses im Originale der Fall ist. Auch steht hier noch das Wort: Dolo- roso 2. In gleicher Größe.

Christus am Kreuze zwischen den Schächern, 1580. — Lucae Bertelli formis. H. 19 Z. 3 L., Br. 14 Z. 8 L. Nach Bartsch gehört dieses Blatt dem Augustin nicht an.

Die Verklärung. Hora. Ber. For. 1588. — Do. P. F. H. 16 Z., Br. 12 Z.

Dieses Blatt ist mit Freiheit des Stichels, aber so nachlässig be- handelt, dass es Bartsch dem Carracci nicht zuschreiben will. Bei den zweiten Abdrücken fehlte der Platte oben die rechte Ecke.

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