Carlone, Carlo, Maler und Kupferstecher , geb. zu Scaria, einem Dorfe unweit Como 1686, gest. in seinem Vaterlande . Er war der Sohn eines Bildhauers, fand sich aber mehr zur Malerei gezogen, und machte darin in kurzer Zeit erhebliche Fortschritte. Zu seiner gänzlichen Ausbildung besuchte er Venedig und Rom , wo er den Trevisani nachzuahmen suchte, verließ hierauf Italien und kam nach Deutschland , wo er zu Passau , Linz , Wien , Breslau , Prag u. s. w. schöne Arbeiten in Öl und Fresco hinterließ. Auch in den Städten Italiens finden sich Denkmäler seiner Kunst. Carlone componierte nach den neuern Regeln der Kunst, ist aber in der Zeichnung manieriert und ohne Kraft und Reinheit. Sein Erfindungsgeist erhob sich zu keinem edlen Ideale und gab auch nur Ziererei statt Grazie. Von seiner hellen, bunten und anziehenden Färbung, sagt Ch. von Mannlich (Beschreibung der königl. bayer. Gemäldesammlung I. 90), sie sei für das Auge, was der Ge- sang der Sirenen für das Ohr gewesen, jeder studirende Jüngling
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