Cardon, Anton

Cardon, Anton, ein vorzüglicher Kupferstecher , geb. zu Brüssel 1772, gest. . Er war Schüler seines Vaters und setzte dann seine Studien auf der Akademie seiner Vaterstadt fort. Nachdem er mehrere Preise der Akademie erhalten hatte, ging er 1792 nach London und gelangte zu solcher Stufe der Ausbildung, dass er, im zweiten Jahre seiner Anwesenheit in dieser Stadt, den ersten Preis der Akademie gewann. Von dieser Zeit an führte er mehrere Werke aus, die seinen Ruf in England gründeten. Eines seiner vorzüglichsten ist die Vermählung der Katharina von Frankreich mit Heinrich IV. von England, nach J. Stothard, ein in Belgien sehr bekannter Stich, in gr. qu. fol., der von Liebhabern gesucht ist. Einige Zeit darauf stach er zwei andere Blätter mit Darstellungen aus den indischen Feldzügen gegen Tippon-Saib, die grosses Aufsehen erregten. Später erschien die Schlacht von Alexandrien, wel-

Die britischen Truppen über die Französischen gewannen, und die Schlacht von Maida,

Der Ruf, den er sich durch diese und ähnliche Werke erwarb, verschaffte ihm die Auszeichnung vor den englischen Künstlern, dass man seiner Hand den Stich der Gemälde des Museums an- vertraute. Er begann mit der Ehebrecherin nach Rubens, deren Ausführung von einem großen Talente zeugt. Der Künstler er- warb sich auch durch die Herausgabe dieses Werkes ehrenvolle Anerkennung selbst bei dem Kaiser von Österreich und dem Könige von Sicilien, was seinen Eifer so sehr entflammte, dass er auch zum Nachteil seiner Gesundheit in angestrengter Arbeit fortfuhr und sich den Tod zuzog.

Außer den erwähnten Blättern kennt man von ihm noch:

The rustic Minstrel, nach H. Singleton; fol.

Innocent Captivation, nach demselben; fol.

Das Bildnis des Kaisers Alexander; fol.

Napoleon auf dem Schlachtfelde von Marengo.

Die Fortschritte weiblicher Tugenden und Laster, nach einer Reihe von Gemälden der Maria Cosway. Das Bildnis Georg III. von England, nach Chalandon punktiert. Sein Sohn erlernte ebenfalls die Kupferstecherkunst, starb aber früh.

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