Cardenas, Bartolome, ein Portugiese, erlernte zu Madrid bei
Alonso Sanchez Coello die Malerei, und gab bald Beweise seiner
Geschicklichkeit. Im Kloster des heil. Paulus zu Valladolid sieht
man noch mehrere Gemälde von seiner Hand, in denen er sich als
einen der besten spanischen Maler zeigt. Man bemerkt darin ein
ungemeines Feuer in der Composition, korrekte Zeichnung, einen
schönen Faltenwurf, überhaupt alles, was zur Kunstvollkommenheit
gehört. Nach Valladolid nahm ihn der Herzog von Lerma, und
vielleicht auch auf dessen Verwendung erhielt er die Arbeit des be-
zeichneten Dominicaner-Klosters. Von ihm ist hier auch das Haupt-
altarblatt und die 40 Quadrat-Schuh haltende Glorie auf dem Chore
des Klosters. Im Kreuzgange des Klosters zu Atocha malte er Sce-
nen aus dem Leben des heil. Dominicus, diese sind aber durch
Feuchtigkeit des Ortes zu Grunde gegangen. Cardenas starb zu
Madrid im 50. Jahre.
Sein Sohn Juan machte sich als Blumen- und Früchtemaler Ruf,
Fievillo IV. 174.
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