Caracciolo, Giambattista

Caracciolo, Giambattista, genannt Batistello, Maler zu Neapel , lernte anfangs bei F. Imberte und dann bei Carravaggio, war aber schon in sein Mannesalter getreten, bis er Arbeiten liefern konnte, die ihm einen Namen machten, Hierauf ging er von Annib. Car- racci’s Ruf und Bewunderung angeregt, nach Rom und bildete sich durch das Studium der Werke Carracci’s zum wahren Zeichner und lieferte von dieser Zeit an mehrere Bilder, die als höchst glück- liche Nachahmungen Annibale’s gelobt werden. Uebrigens verräth er meistens durch die übertrieben starken Lichter und Schatten die Carravaggio’sche Schule. Er malte bedachtsam, und doch hat man so schwache Werke von ihm, dass Domenici glaubt, sie seien denen zum Schimpf gemalt, welche sie nicht theuer ‚bezahlen woll- ten, oder von Mercurio d’Aversa, seinem nicht eben ebenso Schüler.

Unter seine vorzüglichsten Werke gehören die Empfängniss Ma- riä in der Carthäuserkirche, ein heiliger Karl in der Kirche St. An- elo des Abbtes und ein kreuztragender Christus in der Kirche der Jünglingsbegräbnisse.

Von seinem moralischen Charakter erzählt die Geschichte wenig Rühmliches. Er gehörte zu dem hassenswerthen Triumvirate, wel-

ches Belisario Corenzio und Jos. Ribera mit ihm gegen Domini- chino, und überhaupt gegen jeden noch so verdienten ausländi- schen Künstler gebildet hatten. Er starb 1641. Fiorillo II. 801. Lanzi I. 580 deutsche Ausg.

Carache. S. Carracci.

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