Canta-Gallina, Reiny, Ingenieur , Zeichner und Kupferstecher ,
welcher zu Florenz um geboren wurde und gegen 1630 starb. Er lernte das Zeichnen in der Schule der Carracci, in der Malerei aber scheint er es nicht weit gebracht zu haben. Das Radieren lernte er mit seinen beiden Brüdern, Johann Franz und Anton, bei J. Parigi, und diese Kunst trieb er auch mit Vorliebe, wahr- scheinlich mit den beiden erwähnten Künstlern gemeinschaftlich, denn von diesen kann man kein Werk mit Sicherheit bestimmen. Reiny zeichnete auch schöne Landschaften mit der Feder und hat überdies noch das Lob, der Lehrer des J. Callot und des St. della Bella gewesen zu sein, wie Gori glaubt.
Die Stiche dieses Künstlers sind manieriert in der Zeichnung, aber sie sind mit sicherer Hand, mit Leichtigkeit und mit viel Geist gefertigt.
Bartsch XX. S. 58 beschreibt von ihm 38 Bl.; er glaubt aber nicht, dass damit das Werk vollständig sei. Man findet in Cata- logen noch mehrerer solcher Blätter erwähnt; aber die Angaben sind so verwirrt, dass es Bartsch für besser fand, selbe zu über- gehen, um nicht den Irrtum fortzupflanzen.
12 verschiedene Landschaften, ohne Namen. H. 3 Z. 7—9 L., Br. 5 Z. 2—6 L.
Dieses ist vielleicht diejenige Sammlung, von welcher Gori sagt, dass sie dem Marquis Cerbone Borbone del Monte San Maria zu- geeignet sei.
Die Akte der Oper, welche bei der Vermählung des Cosmus von Medici zu Florenz gegeben wurde; 7 Bl., von denen 5 von unserm Künstler und 2 von J. Parigi gestochen wurden, alle aber nach der Erfindung des Letzteren.
Die Schiffe der Argonauten, ein Scetreffen, das bei der bezeich- neten Vermählung vorgestellt wurde, 10 Bl. nach J. Parigi.
Einige schreiben noch dem Cantarini zu:
Die Mutter Gottes auf dem halben Monde von zwei Engeln ge- krönt, nach Callot, 4,
6 Landschaften mit dem Zeichen und dem Jahre 1624
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