Calamis, griechischer Bildner, dessen Vaterland zwar nicht angegeben wird, den aber das alte Kunsturtheil mit Canaclus, als den jüngeren und von der alten Härte der Bildsäulen schon weiter ent- fernten, in Verbindung gesetzt hat. Die frühesten Werke, welche von ihm erwähnt werden, sind zwei Rosse mit Knaben aus Erz, zwölf Jahre nach der marathonischen Schlacht und den Anfängen des Phidias gefertigt für den Wagen des Hiero, der dort Ol. 75 gesiegt hatte. Von gleichem Alter sind bronzene Bilder gefangener Knaben, welche die Agrigentiner nach Eroberung von Motya in Olympia weiheten, und um wenige Olympiaden jünger ein Bild der Aphrodite, die Callias zu Athen, so wie ein Zeus Ammon, den Pindar zu Theben geweiht hatte. Am weitesten herab reicht ein Apollo zu Athen , mit dem Beinamen Alexikakos, wel- cher erst nach Ol. 87. 3., als während des peloponnesischen Krieges Athen diesem Gotte die Befreiung von der Pest zuschrieb, geweiht wurde.
Plinius erwähnt eines Apollo des Calamis in den servilianischen Gärten zu Rom, und Harduin, Junius und andere nehmen an, dass es derselbe sei, den Pausanias auf der Burg von Athen gesehen. Aber wie käme eine Bildsäule zur Zeit des Plinius nach Rom und zu der des Pausanias nach Athen zurück?
Calamis wetteiferte mit den grossen Meistern seiner Zeit an Mannigfaltigkeit und hervorragender Eigenthümlichkeit seiner Werke. Den Einwohnern von Aegina goss er einen Coloss des Apollo von 30 Ellen, welchen Marcus Lucullus nach Rom entführte. Er machte für Sicyon den Asklepios aus Gold und Elfenbein, und aus parischem Marmor den Tanagräern einen Bacchus, den Pausanias als schenswürdig bezeichnet. Noch berühmter sind die von
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