Cagnacci, Giovanni, genannt Cagnacci, wegen seines unförmlichen
Gesichtes, geb. zu St. Arcangelo 1601, gest. zu Wien 1681. Er war Guido Reni’s Schüler, in dessen letztem Style er schulgerecht, zart und fleissig malte. Man fand übrigens auch an ihm zu tadeln: dem Malvasia schien er in der Carnation den Guido zu übertreiben und zu entstellen; Andere finden die Extremitäten im Verhältniss zu den Körpern zu klein und die Engel zu alt gemalt; alle aber müssen doch in jedem Bilde guidisch schöne Einzelnheiten mit ei- ner gewissen Ureigenthümlichkeit in dem Adel der Köpfe und in der Wirkung des Helldunkels anerkennen. In Italien ist wenig von ihm übrig, weil er sein Glück in Deutschland suchte und es am Hofe Leopold’s zu Wien fand. Am häufigsten sieht man Cabinets- bilder von ihm. Sein David in der Galleria Colonna ist eines der schönsten Stücke dieser Sammlung, oft wiederholt, so wie die Lu- cretia des Hauses Isolani. Lanzi III 107 d. Ausg.
G. B. Custa gab 1752 die Biographie dieses Künstlers heraus, unter dem Titel: Lettere, monumenti antichi, del nome, patria et opere di G. Cagnacci, pittore.
Heinecke erwähnt von ihm auch zwei eigenhändig geätzte Blätter, mit G. C. F. bezeichnet: eine Kreuztragung, und die Malerei, welche eine zu Boden gefallene Weibsperson aufrichten will. Beau- varlet, Cunego, Magafii und Prenner haben nach ihm gestochen.
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