Cagliari, Benedikt, Pauls Bruder, geb. 1538, gest. 1508, schloss sich mit brüderlicher Liebe an Paolo an und half ihm in Verzie- rungen und besonders in den Fernen, worin er nicht wenig leistete.
Nach des Bruders Tod lebte er in gleicher Eintracht mit seinen Neffen und vermachte ihnen seine Habe. Viel malerischen Genius hatte er nicht, und wo er eigens arbeitete, scheint er Paolo’s Nach- ahmer, aber nicht sich gleichbleibend. Es gibt kein Werk von ihm, woran der Kenner nicht eine Schwäche rügen könnte, selbst dem Abendmale, der Geisselung, der Erscheinung unsers Herrn vor Pilatus in S. Niccolo, welche doch seine besten sind. Die heil. Agatha in der Engelkirche, worin er sich selbst übertraf, wurde unter Pauls Namen in Kupfer gestochen. Rudolfi hält ihn für einen besseren Wand- als Ölmaler, besonders in Architekturen, wo wenig Figuren erforderlich waren. Lanzi II. 147. d. Ausg.
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