Burnaccini, Ludvig, ein italienischer Dekorationsmaler, der in
der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts sich Ruf erwarb, beson-
ders in Wien , wo er um 1663 für die Hof-Schaubühne malte. Er
hatte eine fruchtbare Einbildungskraft, aber keinen geläuterten Ge-
schmack; besonders liebte er überladene Verzierungen, wodurch
das Ganze schwülstig erscheint.
Eine bedeutende Anzahl seiner Zeichnungen wurden gestochen,
darunter die Scenen der Oper: Pomo d’oro von M. Küssel, auf
42 Blättern. Nach seinen Ideen und Zeichnungen wurden um
diese Zeit fast alle öffentlichen und Privatdenkmäler errichtet,
grösstenteils von italienischen Bildhauern.
Im Jahre 1686 machte er den Plan zu der bekannten hohen
Dreifaltigkeits-Säule, die von den Gebrüdern Strudel u. A. ausge-
führt ist.
Ein Octavio Burnaccini arbeitete zu derselben Zeit als Ar-
chitekt zu Wien, wir konnten aber nicht erfahren, in welcher Be-
ziehung beide zu einander stehen; auch das Todesjahr dieser Künst-
ler ist uns unbekannt.
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