Büri (Bury, Burri

Büri (Bury, Burri, Bürri), Friedrich, Historienmaler , geb. zu Hanau 1763, erhielt von seinem geschickten Vater, der Gold- arbeiter und zweiter Professor der Zeichnungsakademie zu Hanau war, die erste Bildung, hernach in dieser Akademie selbst und dann von dem Hofmaler Tischbein. Im Jahre 1780 ging er nach Düsseldorf , wo er verschiedene schöne Stücke malte, und 1782 reiste er nach Rom , um nach den besten Meisterwerken zu studie- ren. Er blieb hier bis zum Jahre 1799 mit seiner Vervollkomm- nung beschäftigt, machte hierauf eine Reise nach Venedig und ging dann durch die Lombardei über Florenz wieder zurück. Er atte zu Venedig und Mantua die Werke des Bellini und des Man- tegna fleissig aufgesucht und betrachtet, auch einige derselben nach- gezeichnet; ein Gleiches geschah von ihm zu Florenz mit Gemäl- den des da Fiesole und anderer alter Meister. Überhaupt sprach sich von dieser Zeit an die Vorliebe für alte Meister immer ent- schiedener aus, Göthe Kunsth und Alterthum I. 2. S. 20. Nach seiner Rückkehr liess er sich in Dresden nieder, ging aber später nach Berlin , wo er seit der Zeit sowohl im historischen- als im Portraitfache Treffliches leistete. Neben andern schönen Copien wird besonders eine Wiederholung der Madonna di Sisto ge- rühmt, die der Künstler für die Königin von Preussen 1803 ver- fertigte. Sie ist mit Wahrheitsgefühl und Zartheit behandelt. In den Besitz derselben Fürstin kamen noch zwei andere Copien nach Leonardo da Vinci: Christus unter den Pharisäern und die Eitelkeit und Bescheidenheit, in der Grösse der Originale mit Was- serfarben ausgeführt.

ein reiner Sinn für wahre Natur und ein hoher Flug in das Gebiet der Ideale. (Unter den von diesem Künstler gemalten Bildnissen befindet sich auch eines von Göthe; das Bildnis Herder’s hat C. Müller gestochen. In Betreff der Aquarellbilder Büri’s spricht sich besonders Göthe in seinem Winkelmann S. 336 mit Lob aus. Er wird hier der beste Künstler in Behandlung dieser Art von Male- rei genannt. —

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