Burgschmied, Daniel — Bildhauer zu Nürnberg

Burgschmied, Daniel — Bildhauer zu Nürnberg , der Sohn eines Steinhauer - Gesellen, erlernte anfangs die Drechslerei , und verei-

nigte sich später mit dem Lithographen, Buchner zur Nachahmung

der Tendlerischen mechanischen Figuren, die nachher an einen Franzosen käuflich übergingen. Er schnitzte auch kleine Figuren in Holz mit grosser Portraitähnlichkeit, malte Dekorationen, fer-

tigte mechanische Füsse u. s. w., und alles dieses mit ausgezeich-

netem Erfolg. Sein Talent als Bildhauer zeigte er zuerst mit drei

nähezu lebensgrossen Figuren für das Waisenhaus, und hierauf bei der Herstellung des schönen Brunnens, für welchen er unter Director

Reindel’s Leitung Mehreres ausführte. Auch in der Erzgiesserei versuchte er sich. Er goss die colossale Büste des höchstseligen

Königs Maximilian nach Stiegelimeyer’s Gipsabguss , die der Magi-

strat der Stadt Nürnberg dem regierenden Könige Ludwig als

Probe dessen, was die polytechnische Schule leistete, überreichte,

Hierauf vollendete er in drei Monaten das lebensgroße Standbild Melanchton’s nach Heideloff’s Zeichnung, welches 1820 aufgestellt wurde. Es ist aus Sandstein gehauen und zeigt im Charakter die einfache ruhige Würde, die diesen Mann auszeichnete. Besonders

gelungen ist der Kopf und die Hände, weniger Sicherheit ist in

der Behandlung des Faltenwurfes. Nach Vollendung dieses Wer- kes verfertigte Burgschmied die lebensgroße Statue des letzten Fürstbischofs von Bamberg und Würzburg , aus der Familie von Fechenbach, zu dem diesem Manne im Dome zu Bamberg errich- teten Grabmonumente.

S. Sammler für Nürnberg III. 62, wo Mehreres über diesen geschickten Künstler zu lesen.

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