Bullet, Peter, ein geschickter Architekt zu Paris im 17. Jahrhun-
dert, dessen Lebensverhältnisse wenig bekannt sind. Er war ein Schüler Blondel’s, dann Zeichner und Werkmeister bei demselben, wodurch er sich viele Kenntnisse erwarb, so dass ihm zuletzt (1690) die Akademie die Thore öffnete, und die Stadt Paris ihn zu ihren Architekten ernannte.
Bullet’s merkwürdigstes Werk ist die Pforte St. Martin, welche er 1674 erbaute, ein wahrer Triumphbogen, an welchem man das
rosse dorische Gebälke bewundert, welches den Bogen von der
ttika trennt.
Bullet leitete auch den kühnen Bau des Quai Pelletier, wobei er sich als verständiger Künstler bewies. Er baute ( ) ebenfalls die Kirche der Dominicaner, die heut zu Tage St. Thomas d’Aquin heisst; eine grosse Anzahl anderer Werke dieses Künstlers sind aber nicht mehr vorhanden.
Eine besondere Erwähnung verdient seine Architecture pratique, welche in drei Oktavbänden erschien, und deren Brauchbar- keit die vielen Auflagen verkünden, welche das Werk erlebte, Man kann es klassisch nennen.
Einige Compositionen dieses Künstlers sind auch durch Kupfer- stiche bekannt.
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