Buffalmacco, Buonamico di Christofano. — Buffet

Buffalmacco, Buonamico di Christofano. — Buffet, Franz,

den Dom und in der Kirche S. Giustino zu malen. Die ersten Gemälde gingen zu Grunde, als der Dom abgetragen wurde, die letzten sind überwiesen.

In Pisa malte Buonamico mit Bruno di Giovanni viele Darstellungen aus dem alten Testament in der Abtei von St. Paolo am Arno, und im Campo Santo zu Pisa vier biblische Bilder in Fresco. Er unternahm es, einen Gott Vater fünf Ellen hoch zu malen; die Hierarchien, die Himmel, die Engel, den Tierkreis und alle Dinge der hohen Region bis zum Himmel des Mondes abzubilden; ingleichen die Elemente, und endlich das Centrum. Rafael scheint von Buonamico die Idee des Gott Vaters genommen zu haben, der mit weit geöffneten Armen das Chaos zertheilt und zerstreut, die Elemente abwägt, und die Gestirne an den Himmel setzt. — Die Er- schaffung Adams und der Eva, das Opfer Abels und Kains, und dessen Brudermord, und die Erbauung der Arche sind der Inhalt der Bilder Buffalmacco’s. S. die Abbildungen bei C. Lasinio pitture a fresco del Campo Santo di Pisa. Firenze 1812. Als er mit denen Arbeiten und auch mit dem nicht unbeträchtlichen Gelde, wel- ches er in Pisa gewonnen hatte, zu Ende war, ging er so arm nach Florenz zurück, als er es verlassen hatte. Er führte hier noch einige Fresken aus und verfertigte dem Bruno die Zeichnung zu seinem Bilde des heil. Mauritius in S. Maria Novella. Zur Zeit als Bruno diese Arbeit vollendet ( ), verlangte ein Bauer , Buonamico ihm einen heil. Christoph zu malen; sie kamen in Florenz wegen der Bedingungen überein, und zwar so, dass die Figur zwölf Ellen groß werden müsse, und der Maler dafür acht Gulden bezahlt erhalten solle. Da die Kirche nur neun Ellen hoch war, malte er den Heiligen liegend und bog bei den Knien auf die andere Wand um. Der Bauer, nicht damit zufrieden, forderte den Künstler vor Gericht, der jedoch dem Contrakte nach Recht stand.

Seine Gemälde in St. Giovanni gingen 1520 mit dem Gebäude zu Grunde, ebenso die in der bischöflichen Kirche zu Cortona. In Perugia malte er auf dem Markte den heil. Herkulanus und gab demselben eine Guirlande von lauter Fischen um das Haupt, um sich an den Perugianern zu rächen, die glaubten, der Maler könne die Arbeit hinblasen. Der Künstler kehrte nicht wieder zurück und so waren sie gezwungen, die Fischkrone von einem ihrer Ma- ler abnehmen zu lassen.

Nach Florenz zurückgekehrt, malte er noch mehrere Gemälde, starb endlich arm in dem Spital Sta. Maria Nuova in seinem acht und siebzigsten Lebensjahre und wurde in der Ossa unter den übrigen Malern begraben. In der ersten Ausgabe lässt ihn Va- sari im achtzehnten Lebensjahr sterben, aber wahrscheinlicher ist es, dass er das 78ste erreichte. Dort wird auch gesagt, er sei 1340 gestorben, aber Baldinucci sec. II. dee. II. 13 versichert, B. di Christofano, genannt Buffalmacco, stehe im alten Buche der Ma- lerzunft unter dem Jahre 1351 eingetragen. Da Buffalmacco im Kreuzgange von S. Antonio gemalt hat, muss er länger als 1358 gelebt haben, weil im genannten Jahre dieser Kreuzgang neu ge- baut wurde; wenn man nicht vermuten will, er habe im alten Kreuzgange gemalt, wie P. Richa in den Notizie istoriche delle chiese Fiorentine IV. 5. vorschlägt, um den Vasari einigermassen zu retten. S. Vasari l. c. 247.

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