Buffalmacco, Buonamico di Christofano

Buffalmacco, Buonamico di Christofano, ein florentinischer Maler und Schüler des Andrea Tafi (nach andern des Taddeo Gaddi).

Es ist zu befürchten, dass Buffalmacco nur der Dichtung angehört, und auf keine Weise der Kunstgeschichte , und neuere For- scher haben auch nachzuweisen gesucht, dass Vasari die Existenz und Persönlichkeit dieses Malers aus der Luft gegriffen habe. Als Justiger Charakter mochte er eine gewisse populäre Celebrität und jene stechenden Beinamen, Buffalmacco und Buonamico, erhalten haben, welche Boccaz und Sacchetti ihm beilegen. Als Maler in- dessen würden wir ihn in alten Verträgen und Zahlungen aufzusu- chen haben, doch nur unter seinem wahren Tauf- und Vatersna- men, welcher zweifelhaft ist. Vasari von diesem Künstler meldet, beruht auf einer Verschmelzung der Nachrichten des Ghiberti von einem Maler Buonamico mit jenen Novellen des Boccaz und Sacchetti. Der Beiname Buffalmacco gehört dem Boccaz an, Buonamico dem Sacchetti und Ghiberti. Vasari ist der Erste, der beide in seiner angeblichen Lebensbeschreibung des Buonamico Buffalmacco verschmolzen hat. Es wird hier wohl unmöglich sein, das Erdichtete von dem Geschichtlichen zu sondern; um so mehr, da Manni (Veglie piace. in p. 3 ed. Ven. 1762) behauptet, dass man den Maler Buonamico di Christofano, den er ebenfalls Buf- faliniacco nennt, erst im Jahre 1351 in die Malerzunft aufgenommen

men habe. Dieser konnte nicht wohl derselbe seyn; welcher zu Ende des 13. Jahrhunderts den Collandrino geneckt und nach Va- sari schon 1304 ein allegorisches Fest angegeben hatte. Also wer- den hier verschiedene Maler, Thatsachen und Erdichtungen durch- einander wogen. Rumohr ital. Forschungen II 14.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_nAVVAAAAcAAJ