Bry, Johann Theodor de, Sohn des Obigen, Zeichner und Kupferstecher , geb. zu Lüttich 1591, gest. zu Frankfurt am Main 1623. Die Blätter dieses Künstlers sind mit mehr Geist und Ge- schmack gefertigt, als die seines Vaters. Diejenigen, welche er
nach bekannten Kupferstichen arbeitete, sind von Kennern eben so sehr, als die Originale geschätzt. Er und sein Bruder Israel leisteten dem Vater bei seinen großen Unternehmungen wichtige Dienste. Seine Werke sind mit „T. B.“, Bry, mit dem Taufnamen, oder mit einem Monogramme: bezeichnet. Zu den besten gehören:
Das Kirchweihfest, nach H. S. Beham, und die Fontaine , Alte
jung zu machen, nach demselben, 2 Blätter; H. 3 Z. 10 L., r. 10 Z. 4 L.
Triumph des Bacchus, nach J. Romanus; H. 4 Z. 4 L., Br. 10 Z. 5 L.
Der venetianische Ball, oder die Hochzeit des Antenor, nach dem Kupferstich des H. Gulzius, rund in 4.
Das goldene Zeitalter, nach A. Blockmaert und dem Kupferstiche des Nik. de Bruyn, 1608, rund in 4. Selten.
Vier Landschaften, und die vier Elemente, ;
Ein Soldaten-Zug nach alter Art gekleidet, ein kleiner Fries, und eine gleiche Vorstellung mit vielen Gefangenen, in näm- licher Grösse, vermutlich beide nach Titian. Das letztere Blatt wird auch der Triumph des Todes genannt.
Proscenium vitae humae etc. zu einem Stanım- und Wappen- büchlein, gestochen von J. Th. de Bry zu Frankfurt 1527, 74 Blätter in 4.
Der Vater hatte schon 1507 ein Stamm- und Wappenhüchlein
in 21 Blättern herausgegeben.
Im Jahre 1570 gab er ein grosses Alphabet im französischen Ge-
schmack heraus, und einige Modelle zu römischen Charakteren, in 4. Im Jahre 1595 erschien bei den Gebrüdern de Bry: Nova
alphabeti effictio historiis ad singulas litteras correspondentibus etc. Fol.
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