Bronkhorst, Johann G.

Bronkhorst, Johann G., Maler und Kupferstecher , geb. zu Utrecht 1603, gest. um . Er war ein Schüler von Verburg und P. Mathieu (Mattys), eines Glasmalers zu Arras , und zuletzt von Camus zu Paris . Er malte schätzbare Landschaften und Hi- storien im Geschmacke des C. Poelenburg, seines Freundes, und ebenfalls vortreffliche Glasmalereien, wie die Fenster der neuen Kirche zu Amsterdam beweisen.

Bronkhorst hat auch trefflich in Kupfer radiert. Seine Blätter sind malerisch; mit geistreicher Nadel behandelt und mit dem Grab- motiv beendet. Sie sind mehr oder weniger vollendet, und mit

„arbei-

einem Monogramme oder den Initialen I, G. bezeichnet, sämmt-

lich aber sehr gesucht. Bartsch beschreibt (IV. 59) 24 Bl. von ihm, es gibt aber deren noch mehrere. Hieher gehören als die vorzüg- lichsten :

Das Crucifix, angeblich nach Poelenburg, ein seltenes und effektvolles Blatt, bezeichnet: C. P. pinxit, J. G. B. fecit; H. 14 Z. 6 L., Br. 11 Z. 2 L. Hauptwerk.

Madalena mit dem Crucifix; Durchmesser 4 Z. 2 L. Dieselbe in halber Figur mit erhobenen Händen: H. 5 Z. 2 L., Br. 4 Z. 4 L.

Venus zeigt dem Amor den Gott des Meeres, 1630; H. 6 Z. 9 L., Br. 5 Z. 5 L.

Venus und Juno; H. 5 Z. 4 L., Br. 5 Z. 8 L.

Amor mit dem Bogen, 1653; H. 5 Z. 3 L., Br. 4 Z. 10 L.

Eine schlafende Nymphe und der Satyr, ein seltenes und eines der merkwürdigsten Blätter dieses Künstlers; H. 5 Z. 7 L., Br. 7 Z. 9 L.

Büste eines Alten im Profil, oval; größerer Durchmesser 4 Z. 9 L.

Ein Alter mit kahlem Haupte, Gegenstück.

Alle diese Blätter sind bezeichnet: C. P. inv. J. G. B. fec.

Ruinen des alten Roms, eine Folge von 9 Bl. mit Poelenburg’s und Bronkhorst’s Zeichen; H. 6 Z. 10 L., Br. 9 Z. 2–5 L.

3 Blätter ohne Namen, aber, nach Bartsch, von Bronkhorst nach Poelenburg gefertigt: Ansicht einer steinernen Brücke; die Wand eines hohen verfallenen Gebäudes; der Hirte mit 5 Ochsen. Letzteres ist sehr selten.

Die Anbetung der Magier, nach Poelenburg; H. 13 Z., Br. 11 Z. 1 L. Bartsch erwähnt dieses Blattes nicht, ebenso wie des folgenden:

Die Jungfrau mit dem Kinde, 1636, oval; größerer Diam. 6 Z. 1 L.

Bacchus und Silen; H. 2 Z. 8 L., Br. 2 Z. 1 L.

Herman van Saftleven; H. 8 Z., Br. 6 Z. 3 L.

Ein junger Mann, der auf einen Felsen deutet, wo ein anderer Mensch ist, bezeichnet: J. G. Bron. fecit; H. 4 Z. 3 L., Br. 3 Z. 7 L. Bartsch kannte dieses Blatt nicht.

Des Künstlers Bildnis hat P. Baillu gestochen.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_nAVVAAAAcAAJ