Braun, Adam, Maler, geb. zu Wien 1750, besuchte im 12 Jahre die k. k. Kunstakademie, und machte unter der Leitung des Ch. Frister und Direktors von Meyten’s im Zeichnen und Malen solche Fortschritte, dass er schon 1770 die Studien der Antiken vollendet hatte, und zum Malen nach der Natur überging. Seine Arbeiten erhielten Beifall, und des Künstlers grosser Eifer bestimmte die Kunstakademie, ihn 1789 zu ihrem Mitgliede zu ernennen.
Die meisten Arbeiten dieses Künstlers wurden von fremden Ca- valieren, darunter mehrere von den Fürsten Galizin und Wol- konsky, angekauft, und nach Russland , Frankreich und England
gesendet. Das erste grüssere Werk von ihm, 1780 vollendet, ist
in den Händen des Fürsten Galizin, und stellt einen Alten vor, der ein Mädchen mit Geld beschenken will, dessen Annahme ver- weigert wird. Dieses Gemälde hat einen so glänzenden Bei!all er- halten, dass es der Künstler viermal für Standespersonen, unter andern auch für den Grafen Clairfait, widerholen musste. OQuirin
Merk hat es gestochen. Ein zweites bedeutendes Bild, eine auf
dem Sopha ruhende Frau, ist in der fürstlich Lichtensteinischen
Gallerie, und ein drittes, zwei Frauenzimmer mit Nähen beschäftigt, in der k. k. Gallerie des Belvedere, wofür der Künstler von
Joseph II. hundert Ducaten als Geschenk erhielt. Er verfertigte
auch meisterhafte Köpfe in Denner’s, und Conversationsstücke in
G. Dow’s und Mieri’s Manier. Seine Porträts zeichnen sich durch
Ähnlichkeit aus. Besonders glücklich war er auch im Restaurieren
alter Gemälde. Unter der Menge derselben, die er für in- und
ausländische Personen herstellte, ist Tobias von Andrea del Sarto
und die heil. Familie von Rafael, beide im Belvedere. Auch in
der Kunst, alte Gemälde auf neue Leinwand und Holz überzutragen,
war er geschickt. Braun besass auch eine bedeutende Kunstsammlung.
B. v. Hormayr’s Archiv etc., 1823, No. 106.
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