Brandtmüller, Michael, Maler und Lithograph , geb. zu Wien 1703, widmete sich anfänglich dem Portraitfache als Miniaturmaler, und erwarb sich darin durch Ähnlichkeit der Bildnisse, durch gefälligen Auftrag und ein natürliches Colorit vielen Beifall. Seit einigen Jahren hat er sich auch der Steinzeichnung zugewandt, und schon durch seine ersten Versuche die beste Erwartung erregt. Die dem Miniaturmaler eigene Pünktlichkeit, ein genaues Halten an den Charakter seines Vorbildes, und die nette und reinliche Behandlung kam ihm dabei gar glücklich zu Statten, und er hat dieses auch in mehreren früheren Lithographien, vorzüglich Bild- nissen, auf eine lobenswerte Weise dargethan. Vor allen ist sein
Brettblatt der Madonna di S. Sisto, nach Müller’s berühmtem Kupferstich, zu erwähnen, worin der Künstler in Treue und Wahr- heit mit dem Originale übereinzustimmen strebte, und in charak- teristischer Bezeichnung des Ausdruckes in den Köpfen, und in Weichheit und Rundung der Glieder seinen Zweck auf lobenswerte Weise erreichte. ;
Andere vorzügliche Blätter sind noch: Christus am Kreuze, nach Le Brun, wobei ihm Edelink’s bekannter Kupferstich zum Vor- bilde diente; St. Antonius nach L. Cigoliz, ein weibliches Bildnis nach B. van der Helst, ein ausgezeichnetes Blatt; die Brettspieler, nach Berckheyden, nach den Gemälden des Domherrn Speth in München , etc.
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