Brand, Johann Christian, Landschaftsmaler und Kupferstecher , Hülfgott Christians älterer Sohn und Schüler , geb. zu Wien 1723, gest. 1775. Er bildete sich einzig und allein in seinem Vaterlande zum trefflichen Landschaftsmaler in Öl und Aquarell, und zeichnete sich bald so aus, dass ihm Franz I. die grossen Wandstücke in dem Schlosse Luxembourg zu malen übertrug, worauf er den Titel eines Kammermalers, und 1771 das akademische Lehramt in der Landschaftsmalerei erhielt.
In Brand’s Bildern herrscht schöne Composition, die grösste Sicherheit in der Darstellung der Gegenstände, besonders des Wassers, und geistvolle Ausführung. Sein Colorit ist angenehm und schön, aber nicht so stark wie das in seines Vaters Gemälden, von dem er meistentheils durch die Benennung: Brand der Ältere und Brand der Jüngere, unterschieden wird. Ganz kleine Cabinetsbilder sind ungemein zahlreich; sie kamen nach Italien , Russland , Spanien und London . Im k. k. Belvedere befindet sich die Schlacht von Hochkirchen, die er 1766 auf Befehl seines Hofes malte. Den ersten Entwurf davon besitzt Dr. Rinlini zu Brünn. Daselbst besitzt auch der Landrath Eberl vier treffliche Stücke, die für das Stift Radisch nächst Ollmußt bestellt wurden.
Man hat von ihm eine sehr unterhaltende Suite, welche 1755 erschien, und die Ausrufer von Wien darstellt. Es sind 24 Blätter von F. A. Brand, Mansfeld, Feigle, Q. Merk, Conti, Schütz und Moesmer gestochen. Brand hat auch selbst eine grosse Anzahl Blätter geistreich radirt, von denen wir hier die vorzüglichsten anführen:
stellend, unter dem Titel: Verschiedene Landschaften mit Fi- guren, nach der Natur gezeichnet, durch J. Ch. Brand, 1786; gr. und kl. 8.
4 Blätter ländliche Gegenstände: Gruppen von Bauern und Bäuer- innen, sehr fleißig gestochen; kl. 8.
2 Landschaften mit Hütten und Landleuten, welche am Ufer be- schäftigt sind; leicht und flüchtig radirt; qu. Fol. Ohne Namen.
2 Landschaften mit Hütten und Figuren in Kähnen an einem Ufer; schöne malerische Gegenstände, bezeichnet: Brand der Jüngere pinx. et sc. qu. Fol. (Rost II. 168).
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