Borum, Andreas, ein vorzüglicher Lithograph, der 1700 zu Hamburg geboren wurde. Er übte anfangs in Leipzig die Zimmermalerei, und kam dann nach München, um auf der k. Akademie seine Studien fortzusetzen. Er befliss sich hier mit Eifer der Malerei, wandte sich aber in der Folge vorzugsweise zur Lithographie , in
welcher er es zu großer Fertigkeit brachte. Sein Fleiss in der Ausführung und sein durchgängig gleiches Korn mit zarten Mez- zotinten und klaren Schatten, und die trefliche Wirkung des Hell- dunkels verdienen der rühmlichsten Erwähnung.
Im Jahre 1827 erschienen von ihm zu München bei Hermann und Barth architektonische Verzierungen, und später beschäftigte ihn besonders die Vervielfältigung der schönen Gemälde des berühmten Architekturmalers Dom. Quaglio. So erschien eine Folge der großen Rhein- und Maasansichten, in welcher die Abbildungen von Straßburg, von Huy an der Maas , von Ueberlingen am Bodensee , jene der Stadtmauer zu Andernach , des Amthauses zu Elfeld, sich befinden, lauter Blätter in gr. qu. Fol.
Eine zweite Folge nach D. Quaglio bilden kleine Rhein- und Moselansichten: Corden an der Mosel, Boppard am Rhein, Schloss Langenau, Schloss Eltz, die Kirche zu Alcken, Oberlahn- stein, etc.
Im Jahre 1828 lithographierte er für den Kunstverein die Ansicht des Coliseums nach Rottmann, und Neuötting nach D. Quaglio , und andere schöne Blätter im k. b. Galleriewerke sind; der Sommer von Mailand nach Migliara; ein Seestück nach van de Velde etc. Gegenwärtig befindet sich der Künstler in Köln in einem lithographisch- artistischen Institute, Aus dieser Zeit ist ein schönes Bild,
welches den Klosterhof im Schnee vorstellt, nach Lessing’s trefflichem Gemälde.
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