Borgiani (Borgianni), Orazio

Borgiani (Borgianni), Orazio, ein römischer Maler und Kup- ferstecher, Schüler seines Bruders Giulio, genannt Scalzo. Er machte grosse Fortschritte in der Malerei, so dass seine Gemälde in Spa- nien in grösster Achtung standen, wohin er sich auf einige Zeit begeben und wo er Verschiedenes gemalt hat. Auch nach seiner Rückkehr arbeitete er noch zu Rom für den spanischen Gesandten und den General-Prokurator des Augustiner-Ordens, durch den er glaubte, den Christusorden zu erhalten. Allein der Maler Gas- paro Cellio wusste ihn so zu verläumden, dass er selbst den Or- den erhielt und Borgiani davon ausgeschlossen ward. Dieser nahm es sich so zu Herzen, dass er im 38. Jahre sein Leben endete. Das Jahr seines Todes, wie das der Geburt ist jedoch nicht ge-

nau bekannt; sein Biograph Baglione schweigt davon. Nach Mälpe
ist er zu Rom geboren, andere aber nehmen 1630 als
sein Geburts- und 1681 als sein Todesjahr. Gößwiss ist, dass er
1615 lebte, bis zu diesem Jahre sind seine Blätter datiert, deren
Bartsch (XVII. 315) 53 beschreibt.

Sein Zeichen wurde mit dem des P. P. Bonzi verwechselt.

Die Blätter, welche Bartsch beschreibt, bestehen aus 52 biblischen
Vorstellungen, nach den rafaelischen Logen im Vatikan , mit dem Zeichen
des Künstlers und dem Jahre 1615. H. 52 Z. 21.—52 Z. 2.9 L., Br. 6 Z. 4 L. — 8 Z. 6 L.

St. Christoph mit dem Jesuskind auf den Schultern, durch einen Fluss gehend; H. 12 Z. 13 L., Br. 10 Z. 8 L.

Man schreibt ihm auch (doch ohne Grund) eine heil. Familie zu,
mit dem Jahre 1613; H. 5 Z. 41 L., Br. 3 Z.

Dieses geätzte Blatt scheint für Borgianni zu gering zu sein.

Heinecke und andere schreiben ihm noch eine Auferstehung
Christi, den Leichnam Christi von den drei Marien beweint;
Christoph, welcher dem Kinde Jesus die Hand reicht, zu:

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_nAVVAAAAcAAJ