Bordone, Paris Cav. — Bordone

Bordone, Paris Cav. — Bordone, Benedikt.

vom ersten Range, und er weicht nur dem Titian in der Wahr- heit der Tinten und in der Anmuth des Pinsels. Auch fehlt es ihm nicht an Feinheit der Zeichnung, an Leben in den Köpfen und an origineller Trefflichkeit der Composition. Sein Ruf ver- breitete sich auch im Auslande, daher liess ihn Franz I. nach Frank- reich kommen, um sowohl den Monarchen, als mehrere Damen des Hofes zu malen. Nach seiner Rückkehr liess er sich in Vene- dig nieder.

Er malte Vieles für seine Vaterstadt und deren Umgebung. Zu Ognissanti in Trevigi malte er das wahre Paradies, und im Dome der Stadt die evangelischen Geheimnisse auf einer in sechs Grup- pen geteilten Bildtafel, wo er in kleinem Raume alles Anmuthige, Gefällige, Schöne, das er in seinen übrigen Bildern zerstreut hatte, wie im Inbegriff gegeben zu haben scheint. In Venedig ist sein Fischer, der dem Doge den Ring wiedergibt, sehr berühmt. Dieses Bild, das Vasari für das beste Werk Bordone’s hält, befand sich ehemals in der Schule S. Marco, jetzt aber ist es in die Gal- lerie der Akademie aufgenommen. Trefflich ist auch die heil. Fa- milie, welche er für Franz I. malte, der heil. Sebastian in der heil. Kreuzkirche zu Belluno , die Madonna mit dem heil. Hieronymus in einer wunderschönen Landschaft in la Madonna presso S. Celso zu Mailand , die Taufe Christi in der Brera daselbst, und das sehr schöne Bildnis der Dame de Champe. Mehrere andere seiner Bildnisse können leicht mit denen Giorgione’s verwechselt werden.

Auch die Gallerien zu Wien und Dresden besitzen verschiedene Bilder von ihm. Im Jahre 1824 besass Fr. Steinmann in letzter Stadt das Portrait der schönen Viola, der bekannten Tochter des Palma vecchio, im höchsten Glanze ihrer Schönheit gemalt. In der k. Pinakothek zu München sieht man ebenfalls das Bild dieses schönen Weibes, und zweimal im Belvedere zu Wien; einmal mit

z entblöstem Busen, und das andere Mal ihr Haar befühlend.

ebendies noch zweimal in Supraporten. Auch in der Gallerie Lichtenstein ist diese schöne Viola.

Bordone malte ebenfalls mehrere Madonnen, die man ihrer Ge- sichtsähnlichkeit wegen wiedererkennt, auch Bildnisse, die er auf giorgionische Art bekleidet, und mit schönen und launigen Er- findungen aufstellt.

eb. zu Bolo zu Anfang des 17. Jahrhunderts. Er bildete sich in den Schulen der Fellini und des Gabriel Ferrantini, und erreichte besonders im Portraite Geschick- lichkeit. In Figuren blieb er mittelmässig. Nachdem er in der Lombardie einige Gemälde ausgeführt hatte, ging er nach Frank- reich, wo er in mehreren Städten bedeutende Aufträge erhielt, so dass er als reicher Mann in das Vaterland zurückkehrte, und da- selbst in einem Alter von 60 Jahren starb.

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