Bonvicino, Alessandro

Bonvicino, Alessandro, genannt il Moretto da Brescia , geb. zu Rovate nach Einigen , was jedoch unrichtig ist, denn er malte bereits 1516, und lebte noch 1547.

Bonvicino ging aus Titian’s Schule hervor, und befolgte in der Heimath ganz seines Meisters Verfahren, wie aus seinem heil. Ni- colaus in Madonna de’ Miracoli von erhellet. In der Folge verliess er, entzückt über die Werke Rafael’s, den Styl des Titian, und bildete sich eine ganz eigene, so neue und einneh- mende Weise, dass Freunde der Kunst, blos um seine Werke zu sehen, nach Brescia gingen. Er hat von Rafael holdselige Gesich- ter, leichte und freie Haltung, manchmal wohl etwas Dunnleibig- keit; Studium der Bewegung und des Ausdrucks; welche in reli- giösen Gegenständen gewissermassen die Zerknirschung, die Fröm- migkeit, die Liebeshuld selbst scheinen. Die Kleidung ist mannig- faltig, die Beiwerke prächtig, der Pinsel fein und fleissig, und was ihn am kenntlichsten macht, ist ein höchst anmuthiges Spiel von Weiss und Dunkel in nicht grossen, aber wohl unter einander ge- sänftigten und gegen einander gestellten Massen, ein Kunstgriff, den er bei Figuren sowohl, als bei Gründen braucht. Meistens liebt er sehr helle Gründen, aus denen die Figuren wunderbar her- vorspringen. Seine Fleischtheile erinnern oft an Titian. In Ge- wändern braucht er Blau wenig; lieber vereint er auf einem Bilde mehrere Arten von Roth oder Gelb und andern Farben. Vatari er-

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