Bonnart, Robert und Nicolaus, Zeichner und Kupferstecher
zu Paris , wo sie um 1616 geboren wurden. Diese beiden Brüder, die vorzüglichsten unter den Künstlern dieses Namens, lernten bei van der Meulen, und stachen Porträts, Historien und Gelegen- h:itsstücke. Sie waren vermuthlich auch Maler, und der erstere dannach Eine Person mit jenem Robert Franz Bonnart, der Maler, Kupferstecher und Professor der Akademie von St. Lucas zu Paris war, Vielleicht ist auch Nicolaus Eine Person mit dem Perspek- tivanter dieses Namens, der ebenfalls bei van der Meulen lernte und sich einen Namen machte. Dieser scheint von einem Genre- maler Nicolaus Bonnart, nach welchem Dupin, Fiquet, Jeaurat und Pally gestochen haben, verschieden zu sein und später gear- beitet zu haben, nach dessen Portrait Voltaire’s zu Fernay, das Fiquet estochen hat, zu urteilen.
Von Robert erwähnt man folgende Stücke:
Das Portrait Ludwig’s XIV. Robert Bonnart fecit. Fol.
Das Bildnis des Dauphin Ludwig, Sohn Ludwig’s XIV. Fol.
Valenciennes prise d’Assaut et sauvee du pillage par la clemence du roi 1677, nach van der Meulen. R. Bonnart sc. Schr gr. qu. Fol.
Leg Roi, s’etant rendu maitre de la ville de Cambray, prend la citadelle 1777, nach demselben. Sehr gr. qu. Fol.
Arrivee du Roi devant Douvay, qu’il fait investir par sa Cavale- rie, nach demselben; in gleicher Grösse mit dem Vorherge- henden,
Entree de la Reine dans la ville d’Arras , ebenfalls nach van der Meulen. Schr gr. qu. Fol. in zwei Platten.
Dieses Blatt galt bei Frauenholz 20 fl., und die Ansicht der Stadt Audenaerde 18 fl.
Von Nicolaus Bonnart erwähnt Huber VII, 350 das Bildnis des Claude Je Pelletier, Fol. ; Maria in halber Figur mit dem kleinen Johannes. Oval, Fol.
Dieser Künstler hat indessen mehreres gestochen, und zwar nach
Robert Bonnart, welcher auf seinen Stichen durch die Buchstaben R. B. del. oder pinxit, bezeichnet ist, wie z. B. auf folgenden Blät- tern des Nicolaus:
Die heil. Jungfrau auf Wolken in einer Glorie von Cherubims. Die angezeigten Buchstaben liest man unten links, und rechts:
R. B. sculp. kl. Fol.
St. Paul in ein grosses Buch schreibend; kl. Fol.
Trachten, die gegen das Ende des 17. und zu Anfang des fol- genden Jahrhunderts gebräuchlich waren.
Man kennt von ihm auch einige Landschaften,
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