Bonington, Richard Parkes

Bonington, Richard Parkes, ein trefflicher Maler, geb. im Dorfe Arnold bei Nottingham 1801, gest. zu London 1820. Dieser junge Künstler, der Sohn eines geschickten Landschaftmalers, zeigte schon von Jugend auf eine entische Neigung zu den schönen Künsten und lieferte schon in seinem siebenten Jahre Zeichnungen, welche für sein Alter Bewunderung verdienten. Im Jahre 1816 brachte ihn sein Vater nach Paris, um sich in Le Gros Schule zu bilden, in der er solche Fortschritte machte, dass seine Zeichnungen bald Aufsehen erregten und zahlreiche Liebhaber fanden. Neben- bei studierte er die Werke der italienischen und flämischen Schule, und fand besondere Neigung zu Seestücken und Matrosen- szene. Später bereiste er Italien , wo er mehrere bedeutende Ge- mälde ausführte, unter denen die Ansicht des herzoglichen Palastes zu Venedig , und der grosse Kanal mit der Marienkirche in Paris und London auf der Ausstellung entschiedenes Lob erhielten.

Bonington’s Gemälde befinden sich in den Gallerien des Herzogs von Bedford, des Marquis von Landsdowne und in andern Sammlungen. Sie verrathen einen schon gereiften Meister in der Kunst zu gruppiren, in der Behandlung der Farben, in der Perspektive und in der wirksamen Beleuchtung, doch suchte der Künstler nur die allgemeinen Massen und Effekte wieder zu geben, verpflichtete aber häufig das Detail, daher diese Bilder nur in einer ge-

wissen Entfernung die gewünschte Wirkung thun, in der Nähe erscheint die Arbeit roh.

Sein letztes Gemälde stellt zwei Frauen in einer herrlichen Landschaft vor, wovon sich in dem Anniversary von 1829 ein artiger Kupferstich befindet.

In Paris erschien auch 1828 ein schönes Werk mit lithogr. Zeichnungen unter dem Titel: Ballades, Tableaux et Traductions du moyen âge, publ. par F. Langlois et ornées des Vignettes etc. par Bonington et Monier.

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