Bol, Johann oder Hans

Bol, Johann oder Hans, ein geschickter Maler und Kupferstecher ; geb. zu Mecheln 1534, gest. zu Amsterdam 1503. Er erlernte die Anfangsgründe der Kunst in seinem Vaterlande bei einem mittel- mässigen Meister, und ging dann nach Heidelberg , um mit gröss- erem Gewinne seinen kunstlerischen Studien obzuliegen, wodurch er den Ruf eines ausgezeichneten Künstlers erlangte, welchen er auch später in seinem Vaterlande behauptete. Bol malte in Was- serfarben und in Öl sehr schöne Landschaften, die mit eben so schönen Figuren staffirt sind. Besonders teuer wurden seine klei- nen Bilder bezahlt, deren er auch einige mit leichter und geistrei- cher Nadel in Kupfer brachte. Van Mander rühmt vor allen sei- nen Ikarus und Dädalus, den er für den Churfürsten von der Pfalz in Öl malte. Andere schöne Bilder sind im sogenannten Miniatur - zimmer in der k. Residenz zu München .

Von seinen geätzten Blättern erwähnen wir besonders:

Die 12 Monate. A. Collaert exc. 12 Blätter; rund. Eine Folge von 12 Landschaften. H. Bol inv. J. Sadeler exc.; B. &”

Die Capitellandschaft mit dem Gänseramen, eines der wenigen eigentlichen Blätter des Meisters, B. Momper exc.; gr. qu. Fol. (Bei Weigel um 3 Thlr. ausgeboten).

Die Versöhnung Jakob’s mit Esau, rund.

Die Zusammenkunft von Abraham’s Knechten mit der Rebecca, im gleichem Formate.

Auch andere Künstler haben nach ihm gestochen.

— Johann Bol hatte einen Sohn, Namens Franz, der den Styl des Vaters getreulich nachahmte, und dessen hinterlassene Werke vollendete.

Bolanger — S. Boulanger, Boldrini, Dionysius, ein vortrefflicher Baumeister, baute die berühmte Brücke Rialto zu Venedig, und malte auch sehr fein in Miniatur und in Wasserfarben. Er blühte zu Anfang des 17. Jahrhunderts und starb zu Palma in Diensten der Republik Venedig.

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