Bronze, deren Gewicht sich auf 186,000 römische Pfund beläuft. Seine Höhe beträgt mit Inhegriff des auf dem Gipfel stehenden Kreuzes über 129 Palmnen. Die Kosten der Arbeit beliefen sich auf 60,000 und die der Vergoldung auf 40,000 Scudi. Das dazu ver- wendete Metall wurde von der Decke der Vorhalle des Pantheons genommen. . '
Nach seinem Modelle wurde ferner unter Alexander VII. das kolos- sale und kostbare, aber ebenfalls äußerst geschmacklose Werk: die vier Kirchenväter, welche die Cathedra des hl. Petrus tragen und dar- über den hl. Geist in einer Glorie von Engeln, über dem Altare der heil. Jungfrau am Ende der Haupttribune verfertiget. Nach Carlo Fontana beliefen sich die Kosten desselben auf 107,551 Scudi und das dazu verwendete Metall betrug 210,061 Pfund. ‚Der Stuhl des heil. Petrus ist in diese Cathedra eingeschlossen.
In St. Peter ist auch das Grabmal Urbans VIII. und Alexander VII. von Bernini’s Hand; das Grabmal der berühmten Gräfin Ma- thilde hat er angegeben und mit eigener Hand ihre Bildsäule aus- geführt, welche einen besseren Styl als die gewöhnlichen Werke
dieses Künstlers zeigt. Sie ist jedoch von Bernini’s Bruder vollen- det. In einer Nische der Kuppel ist die Bildsäule des Longinus und in einer der Vorhallen die Reiterstatue Constantin des Grossen.
Zu den besten Werken dieses Meisters gehört, mit allen Feh- lern, die heil. Bibiana in der Kirche gleiches Namens. Man be- merkt darin die größte Sorgfalt in der Ausführung.
Berühmt ist in der Kirche St. Maria della Vittoria die heil. Theresia, welche Bernini selber für sein bestes Werk erklärte. Die junge Heilige liegt auf Wolken in Verzückung und ein erwachse- ner Engel steht mit aufgehobenem Pfeile lächelnd gegen sie. Man hat ihren Ausdruck bewundert; andere haben sie dagegen für eine
gemeine Venus mit Amor in schlechter Verkleidung erklärt. Bei Cicognara (Stor della scult. III. 4.) ist sie abgebildet.
Nach seinen Modellen wurden von seinen Schülern auch die En- gelstatuen auf der Balustrade der Engelsbrücke ausgeführt, mit Ausnahme des Engels mit dem Kreuze, der immer das Beste unter diesen seltsamen Werken seyn dürfte. In der Villa Ludovisi ist sein Raub der Proserpina eine manierirte und gemeine Nachahmung
des herrlichen Sabinerraubes von Joh. von Bologna. S. bei Cicognara
I 1} 2. die Abbildung. ”
Eines seiner schönsten Basreliefs ist die Heimsuchung in der
Kirche Notre-dame de Misericordia im Thale St. Bernard bei Savona. Von Bernini’s Werken erwähnen wir noch folgende Büsten:
Johann Vigena, in der Minerva.
Cardinal Delfino, in Venedig.
Cardinal Serdi, in Paris.
Lucretia Barberina, im Hause Barberini.
Pabst Urban VIII., dreimal in demselben Palast.
Innocenz X., in dem Palaste Pamfili.
Gregor XV., ebendaselbst.
Carl I. von England, in London.
Ludwig XIV. von Frankreich, in England.
Clemens X., ebendaselbst. Statuen in Marmor: ’
Cardinal Belarmino, in Gesü.
Paul V., ebendaselbst. | . .
Die Gruppe des Aeneas, Aichises und Ascanius, in der Villa Borghese. ‘ }
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