Borghese. Dieses Bild stellt die Heilige dar, wie ein junger Mensch

Borghese. Dieses Bild stellt die Heilige dar, wie ein junger Mensch,

der sie rauben will, in ihr Zimmer tritt, aber von dem Anblicke

der Engel, die eine Krone über ihr Haupt halten, erschrocken zu-

rückbebt. Es ist aus der frühesten Zeit des Künstlers, noch im

Geschmacke des Mantegna.

In der Villa Borghese bewundert man gegenwärtig die berühmte Danae. Dieses Gemälde wurde zugleich mit der Leda für den

Herzog Friedrich I. von Mantua gemalt, der beide 1530 Kaiser

Karl V., als er sich in Bologna krönen ließ, zum Geschenke

nachte. Kaiser Rudolf liess die beiden Gemälde nach Prag bringen;

von wo sie bei der Einnahme Prags durch die Schweden

nach Stockholm gebracht und dort vernachlässigt wurden. Sebald

van Bourdon machte die Königin Christina auf diese Schätze auf-

merksam, welche sie wieder herstellen liess und mit sich nach Ita-

lien nahm. Nach dem Tode der Königin kamen sie in Besitz des

Livio Odescalchi und aus den Händen seiner Erben in die des

Herzogs von Orleans, der auch die Jo besass, welcher er aber den

nach seiner Ansicht gar zu wollüstigen Kopf ausschneiden liess,

in wenig bekannter Maler, Deslyen, malte einen andern in das

Heimälde, da sich C. Vanloo und Boucher nicht getrauten, mit Cor-

reggio in Parallele zu stehen. Denon liess bei Gelegenheit der

Austellung dieses Gemäldes im franz. Museum den restaurirten

Teil wegnehmen und von dem französischen Correggio, Prudhon,

einen neuen einmalen. Von Frankreich kam die Leda nach Ber-

lin und die Danae nach London. Aus London kam die letztere

jeder nach Paris, und wurde da vom Prinzen Borghese gekauft,

der das Gemälde von allen Übermalungen reinigen und es in sei-

nen ursprünglichen Glanze wieder herstellen liess.

Die Danae ist von Duchange gestochen und in späteren Abdrü-

cken bekleidet.

In der Gallerie Colonna sah Mengs auf Holz gemalt ein Ecce

mo mit der hl. Jungfrau, gest. von Aug. Carracci, mit der Auf-

schrift: Parmae in aedibus Praetorum, denn das Bild gehörte dem

Prati zu Parma. Bettelini hat dieses Bild in jüngeren Tagen

im Palaste Salviani ist Venus und Amor, nackte Figuren in Le-

ibegrösse und in Conjunction durch Amor. Dieses ist (auch

eine Kinder- oder Amorgruppe,

im Palaste Daria ist nur eine gemalte Skizze,

in der vatikanischen Sammlung befindet sich seit kurzer Zeit der

Sandra auf einem Regenbogen sitzend und von Engeln umgeben,

3 6 Zoll lang und eben so breit, auf Leinwand gemalt.

Wahrscheinlich wurde dieses Bild von Correggio für den Altar

des Priorats der barmherzigen Brüder in seiner Geburtsstadt ge-

malt. Diese Bruderschaft verkaufte drei Bilder Correggio’s an den

Fürsten Siro in dieser Stadt, unter denen sich auch das obige,

unter der Benennung „Gott Vater“ befand. Von diesem Fürsten kam

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