Bodt, Johann de

Bodt, Johann de, ein trefflicher Civil- und Kriegsbaumeister, wurde 1670 zu Paris von reformirten Aeltern gezeugt, verliess aber der Religion wegen schon in jungen Jahren Frankreich , und ging in holländische und englische Kriegsdienste. Im Jahre 1700 er- nannte ihn der Churfürst von Brandenburg zum Hauptmann und Hofbaumeister , und in dieser Eigenschaft vollendete er den Bau des Zeughauses nach Nerings Rissen, die jedoch viele Abänderun- gen erlitten. Im Jahre 1701 vollendete er den Schlossbau zu Pots- dam, und baute das Schlößthor mit der Kuppel nach dem Markte zu. Im folgenden Jahre machte er den Plan zu einem neuen Kö- nigsthore, der aber unausgeführt blieb, aber die Stirnwand der Stechbahn wurde nach seiner Zeichnung und unter seiner Aufsicht erbaut. Um diese Zeit baute er auch mehrere Paläste, und der Johanniterpalast in Berlin ward nach seinen Rissen von Richter gebaut. Im Jahre 17060 wurde er Oberster und im nächsten Jahre projektirte er die Erweiterung der Festungswerke, was jedoch nicht zu Stande kam. Nach dem Tode Friedrich’s I. ernannte ihn Frie- drich Wilhelm zum Generalmajor und zum Commandanten von Wesel , wo er die Festungswerke und das schöne Berliner- Thor baute. Im Jahre 1728 trat er in sächsische Dienste, und wurde General - Feldzeugmeister. Auch in Dresden , wo er 1745 starb, sind schöne Gebäude von ihm; andere auf dem Königsstein,

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