Bocksberger leistete auch Treffliches im Holzschnitte. Vorzüglich beschäftigte ihn Sigmund Feyerabend, der mit den beliebtesten Künstlern seiner Zeit in Verbindung stand. In einer in Frankfurt gedruckten Bibel sind 122 Stücke, die zu Bocksberger’s besten Arbeiten gehören, und einige in einem deutschen Livius nach T. Stimmer. Er verfertigte auch die Zeichnungen zu dem Thierbuche, welches 1560 zu Frankfurt in klein 4. erschien und wozu G. Schaller die kurzen gereimten Beschreibungen lieferte. Die Zeichnungen hat Jost Amman, mit dem Bocksberger arbeitete, in Holz geschnitten. Spätere Ausgaben sind von 1592 und 1617.
Unter den Zeichen, welche man auf diesen Künstler deutet, sind wohl die meisten zweifelhaft.
Es soll auch einen Melchior Bocksberger gegeben haben, — der in historischen Gemälden und in Phantasiestücken sehr berühmt und auch in der Formschneidekunst sehr erfahren war. An der Existenz dieses Künstlers ist sehr zu zweifeln, und auch jene Künstler, welche Papillon unter Andreas, Hieronymus, Jakob und Peter Bocksperger anführt, existierten nach Heinecke’s Vermutung entweder gar nicht, oder es ist nur eine Verwechslung mit den Bockspergern.
Ein neuerer Salzburger Künstler dieses Namens, Paul Bocksberger oder Bachsberger, führte 1780 zu Landshut im neuen Schlosse mehrere schöne Frescogemälde aus.
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