Bocksberger (Bocksperger), Hans, auch Hieronymus genannt, Maler und Formschneider , ist der Sohn eines Salzburger Malers gleiches Namens und nach Malpe II. 84 im Jahre 1540 geboren. Er malte Schlachten, Jagden u.a. mit ausserordentlichem Geschick in Öl und Fresco, und übertraf hierin bald seinen Vater, der ihn in der Kunst unterwies. Gemälde von diesem Künstler sah man in München, Augsburg , Ingolstadt , Passau , Regensburg , Landshut und Salzburg , aber leider gingen diese Malereien durch den Zahn der Zeit zu Grunde, indem die meisten an den Häusern gemalt waren. In Augsburg beschäftigten ihn die Fugger und andere reiche Patrizier . Am Herzogischen Hause sah man von ihm die Geschichte Friedrich des Rothbarts dargestellt. Um 1560 arbeitete er zu München , aber auch da finden sich wenig Spuren seiner Kunst. Am rechten Flügel der verbauten k. Hofgartenkaserne stand einst ein Gebäude, worin Bocksberger die Decke des Saales mit 13 Frescobildern aus der Mythologie verzierte. Dieses Haus musste dem neuen Baue weichen.
Im herzoglichen Schlosse Trausnitz zu Landshut malte er 1579 die Decke und die Seitenwände des Rittersaales, die daranstossenden Zimmer und das Cabinet, nebst einer Treppe, welche wegen der Portraite einiger Hofnarren den Namen der Narrentreppe führt. Diese Gemälde der herzoglichen Burg haben in den Kriegsjahren sehr gelitten. In den k. b. Gallerien sind nach einigen Bilder von diesem Künstler.
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