Bloemen, auch Bloom

Bloemen, auch Bloom, Julius Franz, Landschaftsmaler , geb. zu Antwerpen 1650, gest. 1748 oder 1749. Von seiner Kunstzeichnung weiß man nichts, als dass er nach Rom kam, dort in die Gesellschaft der Flämischen Maler aufgenommen ward, und den Beinamen Orizonte erhielt, eine Anspielung auf die schönen Horizonte seiner Landschaften.

Früher scheint er den van der Rabel nachgeahmt zu haben, späterhin hielt er sich aber allein an die treue Nachahmung der Natur. Er näherte sich mit Glück dem großen Stil des Caspar David, wovon unter andern einige Landschaften von ihm im Palaste Corsini zeugen. Seine Gemälde bestanden grösstentheils in Ansichten von Tivoli und der umliegenden Gegend, in Wasserfällen u. s. w.

Die römischen Paläste des Fürsten und seiner Grossen sind voll von seinen Landschaften auf Kalk und noch mehr in Öl. Im allgemeinen Tone hat er etwas Grünes mit chinesischem Lack gemischt. Seine Erfindung ist frei, zuweilen dichterisch, mehr anmutig als gross und die Ausführung leicht und meisterhaft. Bloemens Werke sind sehr geschützt, besonders seine Nachahmungen von Naturerscheinungen, eines feinen Regens, eines Regenbogens u. s. w., welche Gegenstände er mit der größten Vollkommenheit darstellte.

Er starb in Rom, aber nicht wie einige angeben, denn er ward 1742 Akademiker von St. Luca, wie aus einer handschriftlichen Nachricht erhellet. Lanzi III. 384. Register.

Bloemen hat auch einige Landschaften nach seiner eigenen Erfindung geätzt, deren eine mit Julius Franz bezeichnet seyn soll. Die meisten aber signirte er mit: Fran. van Bloemen del. Horizonti.

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