Blätter dieses Meisters, nach Bartsch XV. 184 — 233, an der Zahl 85.
Gegenstände aus der heiligen Geschichte,
Joseph von seinen Brüdern verkauft, nach Rafael, 1533.
Dieser Stich enthält die erste Idee des großen Rafael zum Lo- gengemälde im Vatican . Man sieht hier um drei Figuren mehr, und auch der Grund ist verschieden von dem Gemälde. Man findet auf diesem Blatte die Initialen B. V., eine Bezeichnung, die sich noch auf drei andern Blättern wiederholt, aber man kann nicht mit Sicherheit den Sinn derselben bestimmen. Nach Bartsch dürfte das V. Veneziano bedeuten. Das Blatt ist 7 Z. 6 L. hoch, 10 Z. 5 L. breit.
Die Krenztragung, nach einer Zeichnung im Geschmacke Rafael’s,
1532, H. 8 Z. 8 L., Br. 7 Z. 3 L.
Die Bekehrung des Hauptmanns im Evangelium, nach einer ähn-
lichen Zeichnung; H. 8 Z. ohne Rand, Br. 5 Z. 9 L.
Die Kreuzabnehmung. Nicolaus Circignani a pumeracius inventor. Rechts: Romae Anut. Lafrery; H. 13 Z. 2 L., der untere Rand 1 Z. 2 L., Br. 9 Z. 2 L.
Der Heiland am Grabe von zwei Engeln gehalten, mit Maria und Johannes, 1532; H. 8 Z. 6 L., Br. 5 Z. 3 L.
Die Transfiguration, nach Rafael. Einige halten den Marc-An- ton für den Verfertiger dieses Blattes, doch mit Unrecht; andere schreiben es dem Marc de Ravenna zu. Mariette und Bartsch le- gen es dem Meister mit dem Würfel zu; H. 14 Z. 6 L., Br. 4 Z. 5 L.
Die Himmelfahrt Mariä mit den Aposteln am Grabe, nach Rafael;
H. 2 Z. 6 L., Br. 1 L. 8 L.
Man hat von diesem Blatte eine Copie von der Gegenseite, wo man den Apostel mit auf der Brust gekreuzten Händen rechts sieht. Das Blatt ist von einem anonymen Meister von wenig Verdienst.
Maria mit dem Kinde auf einer Wolke, von zwei Engeln gekrönt,
nach Rafael; H. 8 Z. 7 L., Br. 7 Z. 4 L.
Die heil. Jungfrau von Jesus Christus gekrönt; H. 13 Z. 2 L., Br. 9 Z. 4 L.
Die ersten Abdrücke sind vor der Inschrift: Coronatio Beatae Mariae Virginis. Die zweiten, schlechten, haben diese und Ant. Lafreri’s Adresse.
Die heil. Dreieinigkeit, nach Rafael, 1532; H. 6 Z. 10 L. mit dem
kleinen Rande, Br. 8 Z. 2 L.
Man hat von diesem Blatte eine Copie im Geschmacke des A. Wierx, ohne Zeichen, von einem anonymen Meister gefertigt. Eine andere Copie, ebenfalls von der Gegenseite, ist mit geüb- ter Hand von einem Ungenannten geätzt. Sie trägt das Zeichen des Marco di Ravenna, und rechts F. Bourlier exc. cum pri. Regis C, a Paris; 6 Z. 7 L., der Rand unten 5 L., Br. 8 Z. 2 L.
St. Peter zum Haupte der Kirche erklärt; H. 5 Z. 0 L., Br. 10 Z. 0 L.
Die Cupie von der Gegenseite, von einem Ungenannten mittel- mässig gestochen, ist größer und zeigt Veränderungen; H. 9 Z. 6 L., Br. 17 Z. 2 L.
St. Barbara, nach einem unbekannten Meister, der aus der Schule Rafael’s hervorgegangen zu sein scheint; H. 7 Z. 6 L., Br. 5 Z. 2 L.
St. Magdalena, nach einem gleichen; H. 7 Z. 6 L., Br. 5 Z. 2 L.
St. Sebastian; H. 7 Z. 6 L., Br. 4 Z. 9 L.
St. Rochus, beide nach einem unbekannten Meister gestochen ;
H. 7 Z. 6 L., Br. 5 Z. 3 L.
Beatrizet, Nicolas.
Mythologische Gegenstände, Venus von den Dornen des Rhusstockes verwundet, nach Rafael, 1532; H. 7 Z., Br. 6 Z. 2 L.
Die Platte wurde in der Folge sorgfältig retouchirt, wie man glaubt, von Villamena. Die Abdrücke dieser retouchirten Platte tragen die Adresse: Ant. Sal. ex. In den zweiten ist diese durch jene des Giov. Marco Paluzzi ersetzt. K
Der Neid aus dem Tempel der Musen gejagt; H. 8 Z. 5 L., der Rand unten mit den Versen 11 L., Br. 0 Z. 7 L.
Ph. Thomassin hat die Platte sorgfältig retouchirt, und folgende Überschrift beigesetzt: Baltasar Perutius Senen. inventor. In der Mitte des Randes liest man: Phls. Thomassinus exc.
Cibelef in ihrem Wagen, nach Giul. Romano; H. 8 Z. ohne Rand, Br. Z. ra -
Auch diese Platte hat Thomassin retouchirt, und die Adresse Sa- lamanca’s beigesetzt, \ /
Die Geschichte Apollo’s und der Daphne, 4 Bl.; H. 8 Z., der Rand 1 Z., Br. 6 Z. 6 L.
Diese Stiche sind numerirt von 1 — 4, und jeder hat am Rande 8 italienische Verse. In der Folge wurden die Platten von Tho- massin sorgfältig retouchirt. Der Inhalt der Blätter ist: Apollo tödtet die Schlange Python; Daphne umarmt den Fluss Peneus, der ihr erlaubt in Gesellschaft von Nymphen zu gehen, Apollo’s Verfolgung der Daphne, die Flüsse trösten Peneus über den Ver- lust seiner Tochter. — In den retouchirten Abdrücken sind einige Veränderungen,
Bacchus von Liebesgöttern umringt, angeblich nach einer Zeich- nung Rafael’s gestochen, ohne Zeichen; H. 4 Z. 5 L., Br. 6 Z. 9 L.
Die spätern Abdrücke tragen Salamanca’s Adresse.
Apollo und Venus auf ihren Wägen. Mit Versen am Rande. H. 5 Z. 10 L., Br. 8 Z. 2 L.?
Die täuschende Copie eines Ungenannten erkennt man daran, dass von den vier Thieren, die vor den Wagen der Venus gespannt sind, nur das Pferd zwei Zügel hat, während, wie im Original, jedes der vier Thiere gezäumt ist, wodurch die Venus fünf Zügel erhält; H. 5 Z. 9 L., Br. 8 Z. ?
Jupiter und Ganymed, nach Rafael,
Dieses Blatt ist ganz in der Weise Marc-Antons gestochen, und dieses reicht hin, sagt Bartsch, unsern Künstler unter die Schüler jenes Meisters zu zählen. Am Rande sind zwei Stanzen, jede von vier Versen: Gioue uibrando il (ulgorante strale etc.; H. 6 Z., der untere Rand 1 Z., Br. 8 Z. 2 L.
Die Copie von der Gegenseite, gestochen von einem Ungenannten, trägt das Zeichen des Meisters mit dem Würfel,
Eine Allegorie auf die Heirath und die Liebe, nach Rafael,
Man erblickt auf einer Wolke Juno auf dem Wagen von drei Pfauen gezogen, und die Venus auf dem ihrigen mit dem Tauben- gespann. In der Höhe zwischen beiden ist Amor in der Luft. Un- ten auf der Erde sieht man eine Taube zwischen einem Pfau und einem jungen Geier, alle drei auf zwei Ästen eines kleinen Bau- mes sitzend. Am Rande sind Verse, von denen der erste mit fol- genden Worten beginnt: L’uno mi prende, e V’altro mi tien stretto etc.; ohne Zeichen; H. 6 Z. 7 L., Br. 8 Z.
Das Opfer Priaps, nach einer Zeichnung von Rafael oder Jul. Romano. Unten sind zwei Stanzen, jede von vier Versen, die mit folgenden Worten beginnen: Quanto honorato sei benigno baccho etc.; H. 4 Z. 6 L., der Rand 1 Z. 5 L., Br. 10 Z. 6 L.
Es gibt von diesem Blatte eine sehr schöne Copie von der Ge-
Ein Scan der zugrundeliegenden Buchseite findet unter ...
Der zu korrigierende Text lautet wie folgt:-
‘“]en. Eine solche, vo
' Beatrizet, Nicolas. 345- /
enseite, von einem Anonymen gefertigt. Man sieht hier über dem Kopfe des Priap einen Rahmen für die Überschrift; H. 4 Z. Der erste Abdruck dieser Copie ist ohne Zeichen und ohne Schrift; der zweite trägt in dem Rahmen ein Monogramm, das aus den Buchstaben M A. besteht, der dritte führt den Namen: Ju- lius Romanus in., und dem Monogramme ist ein F angehängt, das gewöhnliche Zeichen Marc- Antons, und auf dem vierten findet
man die Adresse J. Robillard’s. (
Die Hochzeit des Jason und der Creusa, nach einem antiken Bas- relief; ohne Zeichen. Am Rande liest man: ANDROGENEAE. POENAS . EXOLUERE . CAEDIS CECROPIDAE, aber es ist zu bemerken, dass diese Schrift fast auf allen guten Abdrücken fehlt, nur die modernen, sehr schlechten, haben sie; H. 4 Z. 9 L., der Rand unten 5 L., Br. 11 Z. 6 L. ;
Der Fries mit einem Kinde, welches ein Bock zu Boden wirft, nach Rafael, 1532; H. 2 Z. 10 L., der untere Rand 7 L., Br. 9 Z. 3 L.
Es gibt auch eine artige Copie von der Gegenseite und ohne Zeichen., -
Das Spiel der Liebesgötter, nach Rafael; H. 6 Z. 10 L., Br. 10 Z. 6 L.
Eine Copie von der Gegenseite ist mit F. H bezeichnet.
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