Bischop oder Episcopius, Johann, ein unter den Künstlern und Alterthumskennern rühmlich bekannter Mann, geb. im Haag 1646, gest. 1630. Er studirte die Rechtsgelehrsamkeit, und erlangte den Ruf eines berühmten Advokaten am holländischen Hofe. Über- diess machte er sich in der Kunstgeschichte auch als Zeichner und Kupferätzer einen Namen, und hatte in dieser Kunst keinen
` andern Lehrer, als sich selbst und seine alles besiegende Licebe zu „ diesem Fache. Er lieferte Zeichnungen von vortrefflichem Ge- schmacke, in Aquarell ausgeführt; aber besonders schätzbar sind seine radirten Blätter, die mit einer geistreichen und malerischen Nadel gefertiget sind, und zwar nach vorzüglichen Originalen. Sein Hauptwerk, das noch immer gesucht wird, ist eine Sammlung von Statuen und andern Figuren, die er als Studien herausgab, un- d zwar unter dem Titel: Paradigmata graphica variorum artificum tabulis aeneis. Pars I et II. Haag 1671, Fol. Diese von Episcopius selbst besorgte Ausgabe hat 102 Blätter, die zweite von N. Visscher hat um 11 Blätter mehr. Bischop bediente sich zur Bezeichnung seiner Werke auch eines Monogramms, das aus den Buchstaben J. E. besteht, denn der Künstler latinisirte nach damaliger Gewohnheit seinen Namen. Ausser dem erwähnten Zeichenbuche, das unter dem Namen des Episcopius angeführt wird, kennt man von Bischop noch Blätter nach van Dyck, Tintoret, Rubens, Paul Veronese u. a. Nach B. Breemberg stach er die Marter des heil. Lorenz, und Joseph, wel- cher in Ägypten Getreide verkauft, zwei Blätter in gr. qu. Fol., die auch der Maler in Kupfer gebracht hat.
*. Joubert eignet ihm irrig die Blätter des Ch. Bischop zu.
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