Biscara, Giovanni Battista

Biscara, Giovanni Battista, Historienmaler von Nizza , erster Maler des Königs von Sardinien , und der einzige, der zu Turin Ruf geniesst. Er machte seine Studien zu Rom, und that sich zu - erst durch ein Gemälde hervor, welches die Zusammenkunft der

„ Heil. Jungfrau mit Elisabeth vorstellt. Dieses Bild ist in schönem Style gefertiget, correkt in der Zeichnung und mit breitem Pinsel ausgeführt, aber im Colorite graulicht. Biscara gab durch dieses und einige andere Gemälde die Hoffnung, dass er einst ein berühm- ter Künstler werden werde; allein es war ihm nicht lange genug vergönnt, in Rom an den herrlichen Mustern seinen Geschmack zu bilden, denn im Jahre 1822 wurde er nach Turin berufen, um die Direktion der Akademie der bildenden Künste zu übernehmen. Hier fehlte es ihm an Gelegenheit zur vollen Entwickelung seines Talentes, und vielleicht auch an Lust, sich eines gründlichen Stu- diums der Natur zu befleissigen; denn Biscara ist manierirt in der Zeichnung und im Colorite. Er lieferte eine beträchtliche Anzahl heiliger Bilder, und besonderes Madonnen mit dem Kinde, die aber nichts von Raffaels Reinheit und jungfräulicher Anmut haben. Unter seine besseren Gemälde gehört sein Ulysses auf Scyros 1822, und im Jahre 1852 malte er den König in Lebensgrösse und im Ornate.

Die Werke dieses Künstlers, der übrigens zu den guten des „ neuern Italiens gehört, sind oft mit einem B. bezeichnet.

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