Bilivert, Johann, Maler aus Mastricht, der sich in Italien Biliverti, Bilevelti, Bilivolti nannte, geb. 1570, gest. 1640. Er war zu Florenz Cigoli’s Schüler und malte Historien, die sich durch edle Zeichnung, schönes Colorit und eine zarte, zierliche Manier aus- zeichnen. Im Ausdrucke ahmte er Titi nach, entlehnte auch von Paul Veronese. Er blieb sich nicht immer gleich, indem er bald täuschend den Cigoli, bald den Titi nachahmte.
In S. Cajetano und S. Marco zu Florenz sind viele Bilder von ihm, worunter die Erhöhung des Kreuzes unter seine besten Ar- beiten gerechnet wird. Die Bilder, welche er mit Fleiss malte, worin er sich selbst nicht genügen zu können schien, wurden von seiner Schule zuweilen mit den Anfangsbuchstaben seines Namens wiederholt, besonders wenn er sie überarbeitete; zuweilen auch ohne selbe. Besonders sieht man in mehreren Häusern von Flo- renz die Flucht des keuschen Joseph’s; auch im k. Museum, in der Barberinischen Sammlung zu Rom , in der Obizzischen zu Cat- taro und anderswo.
Bilivert’s zierreicher Stil fand viele Nachahmer, welche hier und da in Gallerien und Kirchen für Venezianer gelten könnten, wenn sie mehr geistreiche Munterkeit und bessere Farben hätten. Lanzi 108. d. Ausg. Fiorillo I. 406.
Einige unterscheiden auch einen Anton Bilivert, der ebenfalls bei Cigoli lernte und zu Florenz arbeitete. Uns scheint dieser Künstler eine Person mit Johann Bilivert zu sein.
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